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DAX: Es könnte in Kürze wieder ungemütlich werden! (Daimler, Commerzbank, Deutsche Bank, E.ON, Infineon, BASF, Allianz, Bayer, RWE, Deutsche Telekom)

Lieber Leser,

der DAX-Index hat am ersten Handelstag in der laufenden Woche mehr als 1,0 % verloren. Schauen wir auf die Performance europäischer Aktien, so hat kein einziger Sektor positiv überzeugt. Das Schlusslicht in der roten Liste bildeten die Sektoren Rohstoffe, Öl und Gas, Banken, Versicherungen sowie Automobile. Es braut sich also etwas zusammen und die Nachrichtelage gibt so einiges her.

Am Dienstagvormittag schien sich jedoch etwas Erleichterung breit zu machen. Von 30 Werten tendierten lediglich 11 Werte abwärts, darunter Fresenius und die Tochter, RWE, Merck, BMW und EON. Doch schauen wir zunächst auf die Markttechnik.

Unterstützung vorerst gehalten

Wir haben in unserem DAX-Bericht am Montag auf die technische Unterstützung bei 11.600 Punkten hingewiesen. Hier befindet sich in etwa das Ausbruchsniveau und verläuft die Trendlinie der zuvor etablierten Konsolidierungsrange. Zumindest sah es am Dienstagvormittag danach aus, als würde die Unterstützung halten. Sollte der Index im Laufe der Woche weiter nachgeben, dürfte bald die Unterstützung bei 11.325 Punkten in Angriff genommen werden.

Griechenlands Kredite laufen aus, Italiens Banken bleiben marode

Es lässt sich nicht genau feststellen, ob die aktuelle Schwäche etwas mit Trumps Plänen zur Eingrenzung der Immigration zu tun hat. Ausschließen lässt es sich aber nicht, da der US-Markt in Form der Indizes zuletzt ebenfalls erstmals seit Langem einen starken Intraday-Verfall verzeichnet hatte. Und ob das nicht genug wäre, tauchen nun vermehrt alte europäische Laster auf.

So laufen im ersten Halbjahr 2017 13 Mrd. an Darlehen aus, die an Griechenland vergeben wurden. Das Land hat aber lediglich ein Drittel an den vereinbarten Reformen erreicht, um die nächste Hilfs-Tranche seitens der EU zu erhalten. Der IWF legt wie gewohnt den Finger in die Wunde und attestiert im Rahmen seines Reports eine äußerst heikle Lage. Darüber hinaus scheint die EZB weiterhin mit den italienischen Banken unzufrieden zu sein und fordert weitere Maßnahmen um das Problem der faulen Kredite zu lösen. Es könnte also in Kürze wieder ungemütlich werden.

Ein Gastbeitrag von Rami Jagerali.

Herzliche Grüße

Ihr Robert Sasse

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