Lieber Leser,
das Jahr 2016 werden die Anleger des Salz- und Düngemittelherstellers K+S wohl kaum in allzu guter Erinnerung behalten. Neben deutlichen Kursverlusten ist es zum Abstieg aus dem Leitindex DAX gekommen. Nichtsdestotrotz schaltete der Titel im Herbst jedoch in einen kräftigen Aufwärtsmodus, der auch im Januar weiter anhielt. Gleichwohl gehen die Meinungen der 11 Analysten, die im Januar über K+S berichteten, weit auseinander.
Salz als Hoffnungsschimmer
Bei der Privatbank Hauck&Aufhäuser ist man der Meinung, dass durch das anhaltend kalte Winterwetter die Nachfrage nach Salz gestiegen sei. Dies könne für K+S nur gute Folgen haben. Auch UBS-Analyst Rafaisz ist für das Salzgeschäft optimistisch, sieht jedoch Gegenwind für das Kaligeschäft. Sein Kursziel liegt daher deutlich unter dem aktuellen Preis.
Michael Schäfer (Commerzbank) sieht es durch die Legacy-Mine in Kanada bergauf gehen. Bei JPMorgan sieht man allgemein günstige Tendenzen für die Chemiebranche in Europa. Die Preise könnten wieder anziehen, so Analyst Martin Evans.
Doch Jarek Pominkiewicz will sich dem Optimismus seiner Kollegen partout nicht anschließen. Seine Prognose für das Schlussquartal 2016 dürfte bei vielen Anlegern für Ernüchterung sorgen. Er prophezeit für das 4. Quartal einen Rückgang beim operativen Ergebnis von sage und schreibe 99 %.
Neue Analystenempfehlungen im Überblick
(Analyst: Einstufung – Kursziel in Euro (Abstand zum Kurswert in Prozent)
- Commerzbank: „Buy“ – 30,00 Euro (+28 %)
- Lampe: „Kaufen“ – 27,00 Euro (+15 %)
- Hauck & Aufhäuser: „Buy“ – 26,50 Euro (+13 %)
- DZ Bank: „Kaufen“ – 25,00 Euro (+6 %)
- Warburg Research: „Hold“ – 24,30 Euro (+3 %)
- Bernstein Research: „Market-Perform“ – 22,00 Euro (-6 %)
- Goldman Sachs: „Sell“ – 21,00 Euro (-10 %)
- UBS: „Sell“ – 18,60 Euro (-21 %)
- JPMorgan: „Underweight“ – 18,00 Euro (-23 %)
- Independent Research: „Verkaufen“ – 18,00 Euro (-23 %)
- Deutsche Bank: „Sell“ – 15,00 Euro (-36 %)
Ein Gastbeitrag von Ethan Kauder.
Herzliche Grüße
Ihr Robert Sasse



