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Daimler: Anleger sind enttäuscht und sauer!

Liebe Leser,

wieder einmal dürften die Verantwortlichen bei Daimler froh sein, diese eine Marke zu haben – gemeint ist Mercedes-Benz. Die Personenkraftwagen der Stuttgarter Sternmarke hatten einen maßgeblichen Anteil am Erfolg der vergangenen Jahre und dürften auch in Zukunft für eine stabile Situation sorgen. Die jüngst veröffentlichten Jahres- und Quartalszahlen bestätigen dies.

Die Zahlen

Schauen wir uns zunächst die Zahlen im Überblick an. Daimler erzielte 2016 mit 3 Millionen ausgelieferten Fahrzeugen (plus 5 Prozent) den bisher höchsten Konzernabsatz. Der Gesamtumsatz stieg um 3 Prozent auf 153,3 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank allerdings leicht um 2 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro. Das um Sonderfaktoren bereinigte Konzern-EBIT erreichte jedoch mit 14,2 Milliarden Euro einen Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr (13,8 Milliarden Euro). Das Konzernergebnis ist mit 8,8 Milliarden Euro auf einem Höchststand.

Maßgeblich verantwortlich für die durchaus guten Zahlen ist das letzte Quartal 2016. Während jenes Zeitraums konnte Daimler sowohl das Nettoergebnis wie auch das EBIT mit einem Wachstum von 19 Prozent deutlich verbessern.

PKW Top – LKW Flop

Schaut man sich die Geschäftsfelder an, erkennt man die eingangs erwähnte Bedeutung der wichtigen Sternmarke. Der Absatz der Marke Mercedes-Benz verbesserte sich um 10 Prozent auf 2.198.000 Fahrzeuge. Der Markenumsatz lag bei 89,3 Milliarden Euro und stieg somit um gute 8 Prozent. Herauszuheben ist wie üblich das PKW-Segment der Marke, welches in nahezu allen Regionen neue Marktanteile einbrachte.

Das Sorgenkind der Stuttgarter bleibt aber nach wie vor die LKW-Sparte, welche mit 415.108 veräußerten Fahrzeugen einen Rückgang von 17 Prozent hinnehmen musste. Der operative Gewinn jenes Bereichs brach komplett ein und verringerte sich um 24 Prozent auf 1,9 Milliarden Euro. Daimler rechnet bei der problembehafteten Sparte mit weiteren Rückschlägen in Sachen Gewinn.

Börse ist enttäuscht

Daimler kündigte an, eine Dividende von 3,25 Euro auszubezahlen. Diese entspricht der bereits im Jahre 2016 getätigten Ausschüttung. Im Vorfeld wurde in Börsenkreisen mit einem Anstieg der Dividende gerechnet. Die Enttäuschung, dass trotz des Rekordgewinns keine Dividendenerhöhung stattfinden wird, wurde am Donnerstag anhand des Aktienwertes deutlich. Das Wertpapier verlor zur Mittagszeit satte 3 Prozent, was einem Verlust von etwa 2 Euro gleichkam.

Ein Gastbeitrag von Norman Stepuhn.

Herzliche Grüße

Ihr Robert Sasse

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