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Deutsche Bank: Dies ist ein Paukenschlag par excellence!

Liebe Leser,

das Krisenhaus Deutsche Bank beherrschte die Schlagzeilen der letzten Monate. Verfehlungen ehemaliger Manager, diverse Rechtsstreitigkeiten sowie Sanierungsmaßnahmen prägten das Bild einer Skandalbank mit ungewisser Zukunft. Die Zeit des Redens und Spekulierens ist jetzt vorerst beendet – denn die Deutsche Bank hat ihre Zahlen zum Geschäftsjahr 2016 veröffentlicht und muss leider Einschnitte verkünden.

Die Zahlen

Nach Steuern müssen die Deutschbanker einen Verlust von 1,4 Milliarden Euro im Gesamtjahr 2016 hinnehmen. Ausschlaggebend war vor allem das letzte Quartal, das mit einem Verlust von 1,9 Milliarden Euro nach Steuern zu Buche schlug. Vor den Steuern betrug der Verlust in diesem Zeitraum 2,4 Milliarden Euro.

Jenes vierte Quartal wurde maßgeblich durch zwei belastende Faktoren gedämpft. Da wären zum einen Wertminderungen aufgrund des Verkaufs von Abbey Life (1,0 Milliarden Euro) und zum anderen die bekannten Rechtsstreitigkeiten (1,6 Milliarden Euro) zu nennen. Demgegenüber stehen Veräußerungsgewinne in Höhe von 0,8 Milliarden Euro.

Für 2017 erwartet das Geldinstitut dank besserer Aussichten wieder steigende Einnahmen. Bereits der Januar habe einen starken Start ins Jahr 2017 markiert. Dies geht aus einer von der Deutschen Bank veröffentlichten Analystenpräsentation hervor. Im Fokus steht vor allem die Reduzierung der Gesamtkosten, welche bis 2018 unter 22 Milliarden Euro fallen sollen.

Optimismus auf ganzer Linie

John Cryan, Vorstandschef bei der Deutschen Bank, erklärte die schwachen Zahlen mit dem „konsequenten Umbau der Bank“ sowie mit den „Marktturbulenzen“ und gab überdies selbstbewusst zu Protokoll, dass die Deutsche Bank bewiesen habe, „wie widerstandsfähig wir sind“.

Dabei kann sich die Deutsche Bank tatsächlich glücklich schätzen. So müssen die Deutschbanker beispielsweise im US-Hypothekenstreit und im russischen Geldwäsche-Skandal bedeutend weniger zahlen, als man vorher erwartet hatte. Nicht zu vergessen, sind allerdings die noch offenen juristischen Auseinandersetzungen. Die Frankfurter gaben sich hierzu ebenfalls optimistisch und verlautbarten, dass der Höhepunkt der „Ausgaben für Altlasten“ bereits erreicht wurde.

Börse reagierte vernichtend

Wie zu erwarten, wurde die mäßige Nachricht an der Börse negativ bewertet. Die Aktie (XETRA) rutschte am Donnerstag zur Mittagszeit um satte 5,11 Prozent ab, was einen Verlust von knapp 1 Euro je Papier ausmachte.

Ein Gastbeitrag von Norman Stepuhn.

Herzliche Grüße

Ihr Robert Sasse

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