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Versicherungen: Auf den Chefetagen macht sich Panik breit! (Allianz, Munich Re, Hannover Rück, Talanx, Wüstenrot Württembergische)

Liebe Leser,

die sogenannte Zinszusatzreserve bereitet den Versicherern zunehmend Probleme. Es ist absehbar, dass die Rückstellungen in naher Zukunft die Gewinne auffressen werden, wenn das Niedrigzinsumfeld weiterhin anhält. Schuld daran ist eine starre Bemessungsgrundlage, die unter völlig anderen Voraussetzungen entstanden ist.

Worum geht es?

Die Zinszusatzreserve soll dafür sorgen, dass die Versicherungsgesellschaften alle Zinsversprechen, die sie etwa bei Kapitallebensversicherungen eingegangen sind, eines Tages an den Kunden auszahlen können. Man bildete die ersten Rücklagen bereits 2011. Damals gab es noch richtig Zinsen auf jedes Sparguthaben. In dieser Zeit entstand auch die Formel für die Bemessung der Rückstellungen.

Nur konnte damals niemand ahnen, dass der verrückte Draghi ein paar Jahre später 30 % aller Staatsanleihen im EU-Raum quasi zum Nullzins aufkaufen würde. Damit ist das angestammte Geschäft der Versicherer in puncto Kapitalanlage praktisch zerstört. Und sie müssen zusehen, wie sie die Auflagen weiterhin erfüllen können. Die Versicherer hierzulande mussten 2016 beispielsweise 13 Mrd. Euro für die Zinszusatzreserve aufbringen. In diesem Jahr werden es vermutlich 20 Mrd. Euro sein – Tendenz stark steigend. Es ist klar, dass sich angesichts dieser Zahlen allmählich Panik in den Chefetagen breitmacht.

Versicherungsbranche macht Druck

Nun soll es die Politik richten. Die Versicherungsbranche macht Druck, dass Berlin bzw. Brüssel die Gesetzgebung an die neuen Gegebenheiten anpassen. Die Zinsrückstellung soll weiterhin erhalten bleiben. Die Kunden müssen auf kein Geld verzichten. Doch der Rückstellungszeitraum soll entzerrt werden. Die Versicherer wollen die notwendigen Beträge nicht auf einen Schlag zurückstellen müssen, sondern gestreckt über mehrere Jahre – bis der Spuk endlich vorbei ist.

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