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Aareal Bank: Zwei Fliegen mit einer Klappe?

Liebe Leser,

bereitet sich die Aareal Bank bereits auf die Folgen des Brexit vor? Eine jüngst verkündete Absichtserklärung hinsichtlich einer Zusammenarbeit mit einer britischen Gesellschaft legt den Schluss nahe.

20-prozentige Beteiligung

Bei dem Partner handelt es sich um die in London ansässige Mount Street, die sich auf Kreditmanagement spezialisiert hat. Das Unternehmen managt vorwiegend Gewerbeimmobilienportfolios und ist in ganz Europa tätig. Bisher wurde von beiden Seiten nur ein sogenannter „Letter of Intent“ unterschrieben. Doch die Kooperation soll in absehbarer Zukunft in eine strategische Partnerschaft münden.

Ziel der Zusammenarbeit ist laut Aareal Bank „die Kredit- und Syndizierungsprozesse der Aareal Bank Gruppe und damit auch weiteres Wachstum insbesondere im Syndizierungsgeschäft mit Banken und Versicherern mit Hilfe des Produktangebots von Mount Street zu unterstützen.“ Außerdem will das deutsche Kreditinstitut von einer neuartigen Software für die Kreditverwaltung profitieren, welche von Mount Street zusammen mit einem Softwarehersteller entwickelt wurde.

Dafür nimmt die Aareal Bank offensichtlich auch Geld in die Hand. Der Deal beinhaltet eine 20-prozentige Beteiligung an Mount Street. Über den konkreten Kaufpreis vereinbarten beide Parteien Stillschweigen. Nur so viel steht fest: Es kann nicht allzu viel Geld geflossen sein. Denn laut dem Konzern hat „die Transaktion selbst […] nur marginale Auswirkungen auf die Finanzlage der Aareal Bank.“

Zwei Fliegen mit einer Klappe?

Das Kreditinstitut schlägt mit diesem Geschäft aus meiner Sicht zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen handelt es sich bei Mount Street um einen Big Player der Branche, zu dessen Kundenkreis 175 globale Investoren aus dem Immobiliensektor zählen. Das gesamte Kreditvolumen, das Mount Street managt, beträgt aktuell mehr als 26 Mrd. Euro. Zudem verteilen sich die Auftraggeber über 18 europäische Staaten.

Auf der anderen Seite hat sich die Aareal Bank jetzt eine Art „Brückenkopf“ in Großbritannien gesichert. Selbst wenn ein Brexit bedeuten sollte, dass auf die Branche verschärfte Regularien hinzukommen, kann man so weiterhin am lukrativen britischen Immobilienmarkt teilnehmen.

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