Liebe Leser,
Schaltbau hat enttäuschende Zahlen für die ersten 9 Monate präsentiert. Bei einem leichten Umsatzanstieg brach der Gewinn um mehr als ein Drittel ein. Das Management musste zum zweiten Mal seine Jahresziele zurückschrauben. In Aussicht gestellt wurden nur noch ein Umsatz von 500 Mio € sowie ein Gewinn von 0,28 € pro Aktie. Zudem wird die Dividende gestrichen. Zum einen entwickelt sich die spanische Tochter Albatros nicht wie erwartet, zum anderen belasten Abschreibungen bei Beteiligungsgesellschaften und im Geschäft mit Bahnsteigtüren in Brasilien.
Im laufenden Jahr soll es bereits wieder aufwärts gehen
Zudem zeichnete sich im 4. Quartal ein Umsatzeinbruch im Segment Komponenten infolge geringerer Bestellungen aus China ab. Letztlich hatte der schwache Geschäftsverlauf in den Bereichen Mobile Verkehrstechnik und Bremsen negative Auswirkungen auf die Ertragskraft. Um die Trendwende einzuleiten, hat der Konzern umfangreiche Restrukturierungen beschlossen. Prozesse sollen optimiert und Kosten weiter gesenkt werden.
Darüber hinaus wird über die Aufgabe des Brasilien-Geschäfts nachgedacht. Schon im laufenden Jahr soll es wieder aufwärts gehen. Schaltbau erwartet einen Umsatz von 550 Mio € und einen Gewinn von 2,00 € pro Aktie. Auch die langfristigen Aussichten sind grundsätzlich gut. Der neue Bundesverkehrswegeplan sieht in den kommenden 15 Jahren Investitionen in Höhe von 112 Mrd € in Schienenprojekte vor. Schaltbau kann also mit lukrativen Aufträgen rechnen.



