Liebe Leser,
Besserung ist bei CAT noch nicht in Sicht. Die Flaute der Weltwirtschaft macht dem Konzern schwer zu schaffen. Der Gewinn brach im 3. Quartal um die Hälfte auf 283 Mio $ ein. Seit geraumer Zeit fährt CAT im Krisenmodus. Weltweit werden Werke geschlossen und im großen Stil Mitarbeiter entlassen. Jetzt kündigte der CEO seinen Rückzug für Ende März an. Denn bei weiter flauen Aussichten im globalen Rohstoffmarkt und im Infrastrukturgeschäft haben die Krisenmaßnahmen des Vorstands bisher nicht die erhoffte Wirkung gezeigt.
Kunden zögern mit dem Kauf neuer Maschinen
Das Auftragsvolumen in den lukrativsten Sparten Minenfahrzeuge, Lokomotiven und Gasturbinen lag ein Fünftel unter Vorjahresniveau. Die Kunden zögern mit dem Kauf neuer Maschinen, zumal noch eine Vielzahl gebrauchter Geräte auf dem Markt sind. Zudem gibt es in Nordamerika bei der Bahn und weltweit in der Bergbaubranche Überkapazitäten. Oberhelmans Nachfolger als Vorstandschef wird Jim Umpleby. Die Leitung des Aufsichtsrats wird Dave Calhoun übernehmen.
Zum ersten Mal seit 1990 werden Vorstand und Aufsichtsrat bei Caterpillar nicht von einer Person geleitet. Finanzinvestoren haben sich gegen den Willen vieler Aufsichtsräte durchgesetzt. Weil die Rohstoffpreise 2017 niedrig bleiben werden, kündigte CAT zusätzliche Restrukturierungsmaßnahmen an. Die Prognose für das Jahresergebnis wurde bereits zum zweiten Mal heruntergeschraubt.



