Lieber Leser,
ab diesem Monat wird Ryan Air der Lufthansa auf ihrem Heimatflughafen Frankfurt/Main mit zwei Jets Konkurrenz machen. Doch damit nicht genug: Neben dem Marktführer unter den Billig-Fluglinien erhält die Kranich-Airline weitere Konkurrenz.
Nächster Billigflieger am Frankfurter Flughafen präsent
Ab Sommer dieses Jahres wird auch die ungarische Fluggesellschaft Wizz Air von Deutschlands größte Flughafen aus starten und landen. Starten werden die Rumänen zunächst mit nur einer Verbindung in die bulgarische Hauptstadt Sofia. Jedoch dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis weitere Routen hinzukommen. Zumal die Ungarn im letzten Jahr mit knapp 23 Mio. Passagieren mehr Fluggäste beförderten als jeder andere osteuropäische Billigfluganbieter.
Weitere Wachstumsabschwächung wahrscheinlich
Die entsprechenden Genehmigungen durch Fraport sorgten bei der Lufthansa für Unmut. Als Rechtfertigung verweist der Betreiber des Frankfurter Flughafens auf das zu langsame Wachstum bei der größten deutschen Fluglinie, das sich durch die zusätzliche Konkurrenz sicher nicht beschleunigen wird. Gleichzeitig dürfte die Phase der ungewöhnlich niedrigen Ölpreise der Vergangenheit angehören, worunter die Rentabilität der Lufthansa leiden wird.
Trader sollten den wichtigen Widerstand um die Marke von 13 Euro im Auge behalten. Sollte die Aktie diesen Resist nachhaltig nach oben durchbrechen, können technisch orientierte Investoren kurzfristige Long-Positionen eröffnen. Prallt der Kurs hingegen nach unten ab, können Sie Ihr Glück mit Engagements auf der kurzen Seite herausfordern. Ein Kauf der Lufthansa-Aktie mit einem Anlagehorizont von mehreren Jahren drängt sich vor dem Hintergrund des mäßigen operativen Wachstums und der immer stärkeren Konkurrenz nicht auf.



