Liebe Leser,
ABB blieb in den ersten 9 Monaten hinter unseren Erwartungen zurück. Der Umsatz sank um 5,4% auf 24,8 Mrd $. Der Gewinn ging dabei um 11,7% auf 0,68 $ pro Aktie zurück. Der Auftragsbestand hat sich verringert. Es konnten deutlich weniger Großaufträge gewonnen werden. Die schwache Nachfrage belastet die Geschäfte. Vor allem die großen Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Brexit und der Wahl von Donald Trump als US-Präsidenten haben sich bemerkbar gemacht.
Eine Abspaltung des Energiesektors wir derzeit heiß diskutiert
Doch trotz aller makroökonomischen und politischen Risiken rechnet ABB für 2017 mit einer Verbesserung der operativen Geschäftsentwicklung. Wir sind skeptisch. Die Auftragslage ist schlecht, eine Trendwende ist nicht in Sicht, und die Wettbewerbsstellung im Markt könnte durch Donald Trump ins Wanken geraten. ABB ist im Bereich der erneuerbaren Energien ein echter Vorreiter. Das Marktpotenzial ist gewaltig.
Doch durch Donald Trump, der bekanntermaßen nichts vom Klimawandel hält, könnten politische Restriktionen drohen, die letztlich den gesamten Wettbewerbsvorsprung in Frage stellen würden. Sollten staatliche Subventionen eingeschränkt werden, könnten die Kosten für ABB deutlich steigen. Daher wird derzeit eine Abspaltung des Energiesektors heiß diskutiert. Dieser Geschäftsbereich könnte ausgegliedert und als eigenständiges Unternehmen an die Börse gebracht werden. Die Gegenmeinung hofft allerdings auf neue Großaufträge durch die Modernisierung der maroden US-Stromnetze.



