Lieber Leser,
der Ölpreis für die europäische Rohölsorte Brent fluktuiert in dieser Woche überwiegend seitwärts. Längerfristige Impulse sind also nicht wirklich da. Und die steigenden US-Bestände sowie OPEC- und Non-OPEC-Kürzungen scheinen sich erwartungstechnisch in etwa die Waage zu halten. Werfen wir daher einen Blick auf das längerfristige Chart.
Weiterhin oberhalb des Ausbruchsniveaus
Auf Wochenkerzenbasis ist die Umkehrformation (inverse SKS-Formation) weiterhin intakt. Die Nackenlinie wurde bereits Anfang Dezember 2016 überschritten. Seitdem fluktuiert der Brent-Preis überwiegend seitwärts, aber hält sich oberhalb des Ausbruchsniveaus bei 54 US-Dollar je Fass. Das ist insofern positiv, als dass man die kurzfristigen Schwankungen noch nicht ernst nehmen muss, sofern sie oberhalb dieses Preisniveaus entstehen.
100-Wochendurchschnitt bereits überwunden
Der 100-Wochendurchschnitt wurde bereits Ende November überschritten. Der 200-Wochendurchschnitt ist allerdings aufgrund des steilen Preisverfalls zwischen 2014-2016 noch recht weit entfernt. Aktuell verläuft er bei über 73 US-Dollar je Fass und damit über 30 % vom aktuellen Preisniveau entfernt. Es ist unwahrscheinlich, dass er in naher Zukunft angesteuert wird, auch wenn die markttechnische Lage aktuell noch auf weiter steigende Preise hindeutet.
Ab wann wird es für den Ölpreis gefährlich?
Aus der markttechnischen Perspektive sollte das erste negative Signal für den Ölpreis dann verzeichnet werden, sofern die Nackenlinie bei 54 US-Dollar je Fass wieder unterschritten wird. Dennoch dürfte der 100-Wochendurchschnitt in diesem Fall noch unterstützend sein. Erst das Unterschreiten des 100-Wochendurchschnitts dürfte auf einen erneuten Abwärtstrend hindeuten.



