Liebe Leser,
Hitachi hat in den ersten 9 Monaten weniger umgesetzt, aber mehr verdient. Der Umsatz sank um 9,4% auf 4,4 Bio Yen. Der Gewinn verbesserte sich dabei um 16,4% auf 23,5 Yen pro Aktie. Der operative Gewinn war aber weiterhin rückläufig. Der Gewinnsprung resultierte also ausschließlich aus Sondereffekten. Im operativen Geschäft hat Hitachi mit einem Imageproblem zu kämpfen. Die Marke verliert mehr und mehr an Wert, und selbst eingefleischte Stammkäufer greifen immer wieder auf Konkurrenzprodukte zurück.
Hitachi wagt den Einstieg in den Markt für Videosicherheit und -überwachung
In einem Verbrauchermarkt, der hauptsächlich von Samsung Electronics dominiert wird hat es Hitachi immer schwerer, seine Marktstellung zu behaupten. Gerade im Fernsehgeschäft, das sehr markenbezogen ist, muss sich Hitachi etwas einfallen lassen. Um nicht vollends ins Abseits zu geraten, setzt der japanische Konzern auf Diversifikation: Es sollen neue Geschäftsbereiche erschlossen und die gesamte Produktpalette ausgeweitet werden.
Dazu hat Hitachi den Einstieg in den Markt für Videosicherheit und -überwachung gewagt. Das Marktpotenzial beträgt rund 6 Mrd $. Genügend Chancen also, um selbst mit strategischen Partnerschaften den Markt zu erschließen. Hitachi greift im Bereich Videosicherheit auf seine konzernweite Speicher-, Netzwerkund Computertechnologien zurück. Zudem ist eine Partnerschaft mit DVMS geplant, einem ausgewiesenen Spezialisten für digitale Videoüberwachung. Wir sind gespannt, begrüßen aber diesen Schritt.



