Liebe Leser,
die Folgen des Erdbebens im April und die hohe Abschreibung beim Verkauf der Batteriesparte haben Sony im 2. Quartal weitgehend um den Gewinn gebracht. Weil die Produktion im lukrativen Geschäft mit Bildsensoren durch die Bebenschäden nachhaltig gestört wurde, brach das operative Ergebnis um fast 50% ein. Unterm Strich verdiente der Elektronikriese von Juli bis September nur noch 4,8 Mrd Yen. Das war ein Einbruch um gut 85%.
Der Verkauf der Batterie-Sparte drückte den Gewinn stärker als erwartet
Sony hatte zuvor eine Abschreibung von rund 33 Mrd Yen bekanntgegeben, weil der Konzern sein Batteriegeschäft mit Verlusten verkauft hatte. Außerdem schrumpfte wegen des schwachen Smartphone-Marktes das Geschäft mit Kamera-Sensoren, eine wichtige Stütze für Sony. Der Umsatz sank entsprechend um 10,8% auf 1,89 Bio Yen. Nach Jahren des Konzernumbaus konzentriert sich Sony auf das Geschäft mit Unter
haltungselektronik und Bildsensoren.
Der Verkauf der Batterie-Sparte war ein Teil der Neuausrichtung, drückte den Gewinn aber stärker als erwartet. Bleibt zu hoffen, dass die Unterhaltungselektronik im wichtigen Weihnachtsgeschäft bei Sony für Schwung gesorgt hat. Dazu sollte auch die leistungsstärkere Konsole Playstation 4 Pro beitragen. Zudem rechnen wir damit, dass Sony mit der Brille für Spiele in der virtuellen Realität punkten kann, die günstiger als Konkurrenz-Modelle ist und von den Millionen Playstation-Spielern genutzt werden kann.



