Lieber Leser,
im ersten Teil unserer Analyse des Newmont Mining (NEM) Geschäftsberichts haben wir festgestellt, dass die Einschätzungen beim Gewinn je Aktie per Q4 2016 verfehlt wurden. Hingegen wurden die Einschätzungen beim Umsatz und beim EBITDA übertroffen. Zum Vergleich: Barrick Gold und Gold Corp. haben die Einschätzungen beim Gewinn übertroffen, Yamana Gold verfehlte die Einschätzungen sowohl beim Gewinn als auch bei den Umsätzen. Wir schauen uns im zweiten Teil unserer Analyse die Produktion und die Produktionskosten von NEM.
Produktion steigt im vierten Quartal an
Im Vergleich zum Vorjahresquartal konnte NEM die Goldproduktion um 17 % steigern. Im Vergleich zum Gesamtjahr 2015 konnte die Produktion jedoch nur um 7,0 % gesteigert werden. Die Guidance für die Produktion ist dennoch dank einiger neuer Projekte durchaus positiv. NEM erwartet eine jährliche Goldproduktion zwischen 4,5-5,4 Mio. Unzen in den nächsten 5 Jahren. In 2016 betrug die Gesamtproduktion 4,9 Mio. Unzen.
Produktionskosten sollen steigen
NEM konnte die Produktionskosten in den vergangenen vier Jahren jährlich absenken. 2016 betrugen die All-In-Produktionskosten 912 US-Dollar je Unze. Per Q4 2016 waren es 918 US-Dollar je Unze, was im Vergleich zum Vorjahresquartal eine Reduzierung der Kosten von 11% bedeutet. Im Vergleich zum dritten Quartal 2016 konnten die Kosten um 1,0 % verringert werden. Im Vergleich zum Gesamtjahr 2015 konnten die Kosten um 2,0 % gesenkt werden.
Allerdings rechnet NEM wieder mit steigenden Produktionskosten in den nächsten beiden Jahren. Die Kosten sollen in 2017 zwischen 940-1.000 US-Dollar betragen, in 2018 950-1.050 US-Dollar. Ab 2019 sollen die Kosten dann wieder fallen (880 bis 980 Dollar), weil der Anstieg mit vorübergehenden Ereignisse und Umstrukturierungen zu begründen ist. Im nächsten Teil der Analyse schauen wir uns die Schuldensituation sowie die Analysteneinschätzungen an.



