Lieber Leser,
signifikant anziehen konnte am Faschingsdienstag die Aktie des Biotechnologie-Unternehmens Paion. Angetrieben wurden die Kurse vor allem durch eine Mitteilung, die zeigt, dass das Anlegervertrauen in die Aachener ungebrochen ist.
Kapitalerhöhung problemlos platziert
Dass die Kapitalerhöhung mit einem Volumen von knapp 2,44 Mio. neuen Dividendenpapieren zu einem Ausgabekurs von 2,05 Euro gelingt, stand von jeher außer Frage, weil sich ein US-Investor verpflichtet hatte, sämtliche Aktien zu zeichnen, bezüglich derer Bezugsrechte nicht ausgeübt werden. Bemerkenswert ist allerdings, dass die Amerikaner schlussendlich gerade einmal nur 89.922 Aktien zugeteilt bekamen. Aus diesem Umstand lässt sich ableiten, dass die Papiere bei den Altaktionären weggingen wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln.
Mittel für Marktzulassungsantrag in Japan benötigt
Insgesamt hat Paion mit der Kapitalmaßnahme einen Bruttoerlös von 4,99 Mio. Euro generiert. Mit diesem Geld soll primär die Vorbereitung und Einreichung eines Marktzulassungsantrags für den Hoffnungsträger Remimazolam in Japan finanziert werden. In den USA befindet sich das ultrakurz wirkende Benzodiazepin-Sedativum und –Anästhetikum in der klinischen Phase-3-Entwicklung.
Sollte der Wirkstoff zur Marktreife gelangen, dürfte es mit den Notierungen der Paion-Aktie kräftig aufwärtsgehen, auch wenn das Medikament sicher nicht das Blockbuster-Potenzials eines Mittels gegen Krebs oder HIV hat. Wird die Zulassung hingegen versagt, droht der Absturz in den Pennystock-Bereich. Wie alle Biotechnologieaktien, die ihren Fokus auf einen oder nur wenige Wirkstoffe legen, sind die Anteilsscheine der Aachener damit eine typisches Alles-oder-Nichts-Wette.



