Lieber Leser,
vor wenigen Wochen hatte Bayer es angekündigt, nun wird der Plan in die Tat umgesetzt. In einer überraschenden „Nachtaktion2 hat Bayer 10% seiner Covestro-Anteile an Investoren verkauft. Nun hält der Mutterkonzern nur noch etwas mehr als 50% am Kunststoffspezialisten. Damit rückt Covestros Aufstieg in den Leitindex Dax in greifbare Nähe. Erst vor zwei Jahren wurde das Unternehmen an die Börse gebracht und hat sich seitdem sehr gut entwickelt. Der aktuelle Börsenwert beträgt, trotz des Verkaufabschlags, etwa 13,5 Milliarden Euro.
Warum trennt sich Bayer von seiner Tochter?
Es mag im ersten Moment verwundern, dass Bayer Anteile seiner profitablen Tochter auf den Markt wirft. Denn damit verzichtet man auf jährliche Einnahmen. Es wird gemunkelt, der deutsche Chemieriese brauche das Geld für seine Übernahme von Monsanto. Die Fusionsvorbereitungen laufen seit Monaten auf Hochtouren. Der Zusammenschluss mit dem weltgrößten Saatgutproduzenten ist organisatorisch und finanziell sehr aufwändig.
Die offizielle Begründung des Bayer-Managements lautet hingegen, dass sich der Konzern in Zukunft auf seine Sparte „Life Science“ konzentrieren will. Der Verkaufserlös des 10%-Anteils in Höhe von 1,5 Milliarden Euro soll zur Schuldentilgung verwendet werden.



