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RWE: Kurspotenzial von mehr als 25 Prozent!

Lieber Leser,

wieder einmal müssen die Stammaktionäre des Essener Energieversorgers RWE in den sauren Apfel beißen. Nachdem bereits für 2015 keine Gewinne ausgeschüttet wurden, sollen die Dividenden für 2016 erneut einbehalten werden. Hintergrund ist der milliardenschwere Konzernverlust im vergangenen Jahr. Wegen hoher Wertberichtigungen auf die Kraftwerkssparte und der finanziellen Lasten im Rahmen des Atomkompromisses summierte sich dieser auf insgesamt 5,7 Mrd. Euro.

Aus operativer Sicht lief es beim DAX-Riesen hingegen besser als erwartet. Rechnet man die vorgenannten Sondereffekte heraus, stand unter dem Strich ein Konzernergebnis von 800 Mio. Euro zu Buche. Zuvor hatte RWE mit höchstens 700 Mio. Euro gerechnet. Ebenfalls positiv anzumerken ist, dass die Verbindlichkeiten um 2,8 Mrd. Euro auf 22,7 Mrd. Euro reduziert werden konnten.

Blick an die Börse

Die RWE-Aktie hat sich zuletzt in guter Form präsentiert. Seit Mitte Dezember konnte das Papier um gut 23 Prozent zulegen. Vor einigen Tagen gelang der Sprung über die psychologisch wichtige 13-Euro-Marke, zugleich das Oktober-Tief aus dem vergangenen Jahr. Inzwischen pirscht sich der Anteilsschein an die 14-Euro-Schwelle heran. Die im vergangenen November entstandene Kurslücke konnte bereits komplett geschlossen werden.

Rückenwind gibt es auch von Analystenseite. Die australische Investmentbank Macquarie Research erneuerte ihre „Outperform“-Einstufung mit einem Kursziel von 17,50 Euro. Analyst Peter Crampton traut der RWE-Aktie weiterhin großes Aufwärtspotenzial zu (derzeit +26 %) und hält sie nach wie vor für den „Top Pick“ im Sektor. Er verwies zudem auf die guten Gewinn- und Dividendenaussichten, die seiner Ansicht nach vom Markt verkannt würden. RWE versprach für 2017 eine Ausschüttung von 0,50 Euro je Anteilsschein und für die Folgejahre eine mindestens ebenso hohe Dividende.

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