Lieber Leser,
nach dem deutlichen Kursanstieg der VW-Vorzugsaktien am Aschermittwoch ist der kurzfristige Abwärtstrend seit Ende Januar Geschichte. Primär war die erfreuliche Performance natürlich dem unverändert bullischen Gesamtmarktumfeld geschuldet. Allerdings warteten die Wolfsburger darüber hinaus auch mit einer Nachricht auf, die geeignet ist, den Notierungen Auftrieb zu verleihen.
Einstieg bei Navistar genehmigt
Wie der Autobauer mitteilte, hat der Einstieg bei dem US-LKW-Hersteller Navistar den behördlichen Segen erhalten. Damit können die Amerikaner die geplante Kapitalerhöhung um 16,6% durchführen und die neuen Aktien für insgesamt 256 Mio. US-Dollar an VW verkaufen.
Engagement strategisch nicht zu beanstanden
Obwohl der US-Konzern schon seit geraumer Zeit mit einer Schwächephase kämpft, dürfte sich der Deal für die Deutschen langfristig auszahlen. Zum einen erhält man auf diese Weise Zugang zum wichtigen amerikanischen Markt. Des Weiteren profitiert VW von Synergieeffekten wie z.B. der sofort startenden Einkaufskooperation und der Zusammenarbeit bei der Entwicklung technischer Komponenten.
Und nicht zuletzt soll der Einstieg dabei helfen, die VW-Nutzwagensparte mit den LKW-Marken MAN, Scania und der brasilianischen LKW-Tochter der Wolfsburger zum weltweit führenden Anbieter im Nutzfahrzeugsegment auszubauen. Wie realistisch dieses Ziel ist, wird sich zeigen. Aus technischer Sicht dürften die mit einem 2017er-KGV von gerade einmal 6,06 sehr günstig bewerteten Dividendenpapiere von VW in den kommenden Tagen die Widerstandszone zwischen 148,25 und 154,10 Euro testen.



