Liebe Leser,
Kraft Heinz hat mit seinen Jahresergebnissen nahezu punktgenau unsere Erwartungen getroffen. Vor allem das 4. Quartal hat überzeugt. Verantwortlich für das hohe Umsatz- und Gewinnwachstum waren die erstmals ganzjährige Konsolidierung des übernommenen KetchupHerstellers Heinz sowie Kostensenkungen in Höhe von 1,5 Mrd $. Auf vergleichbarer Basis blieb der Umsatz stabil. Organisch gewachsen ist der Konzern nur in Kanada und im Rest der Welt.
Kraft Heinz hat die gleichen Probleme wie die Konkurrenten
Rentabilitätsfortschritte machte Kraft Heinz aber im wichtigen US-Geschäft. Für das laufende Jahr hat das Management noch keine Umsatz- und Ergebnisprognose abgegeben, will aber nochmals 1,7 Mrd $ einsparen. Denn Kraft Heinz hat die gleichen Probleme wie die Konkurrenten Nestlé, Unilever und Danone. Zum einen machen dem Konzern negative Wechselkurseffekte und Billiganbieter zu schaffen. Zum anderen kaufen immer weniger Menschen industriell gefertigte und abgepackte Lebensmittel.
Gefragt sind eher Frischeprodukte. Entsprechend forciert Kraft Heinz die Runderneuerung seiner Produktpalette. Dieser Strategie würde allerdings einer Übernahme des US-Süßigkeiten-Herstellers Mondelez widersprechen, über die seit Dezember spekuliert wird. Kraft Heinz sollte sich besser auf Anbieter gesunder Nahrungsmittel konzentrieren.



