Liebe Leser,
letzte Woche überschlugen sich die Nachrichten bei Vale, denn das Unternehmen hat Schritte eingeleitet um die Transparenz zu verbessern und um die Holding Valepar einzugliedern. Thomas Liebigman hat sich dies letzte Woche genauer angeschaut:
- Große Veränderung! Der weltgrößte Eisenerzproduzent Vale SA aus Brasilien will die bisher unter den Anteilseignern bestehende Zweiklassengesellschaft abbauen. Denn die Holding Valepar SA hält die entscheidenden stimmberechtigten Anteile, während alle anderen Aktionäre fast nichts zu melden haben. Ab November sollen alle Investoren zu gleichberechtigten Partnern werden.
- Der Plan! Die kontrollierenden Aktionäre werden einen Vorschlag vorlegen, wie sie ihre Holding im Gesamtkonzern wollen. Inhaber von Vale’s Class A Vorzugsaktien, die freiwillig an der Aktienumwandlung teilnehmen, erhalten im Rahmen des Prozesses 0,9342 Stammaktien. Vale wird den Besitzern von Valepar eine 10-prozentige Prämie für ihre Aktien zahlen, was eine 3-prozentige Verwässerung für alle Aktionäre bedeutet. Auch können die ehemaligen Valepar-Besitzer bis zu 22 Prozent der Stammaktien von Vale verkaufen, nachdem eine sechsmonatige Sperrfrist im August abgelaufen ist und wenn sie bis 2020 einen Anteil von 20 Prozent halten.
- Eine sinnvolle Entscheidung! Bisher waren die Minderheitsanleger klar benachteiligt und die Ankündigung löste prompt einen Anstieg der Stammaktien auf den höchsten Stand seit vier Jahren aus.
Kann Vale mit diesem Umbau Punkten und vor allem neue Anleger gewinnen? Wir bleiben für Sie am Ball.



