Lieber Leser,
die Deutsche Bank befindet sich im Umbau. Wie der jedoch genau aussehen soll, ist noch nicht wirklich klar. Im Gespräch sind eine Wiedereingliederung der Postbank – sie sollte eigentlich verkauft werden -, ein Börsengang der Vermögensverwaltungssparte, eine Zusammenlegung des Markt- und Investmentbereichs und einiges an Stühlerücken in der Chefetage. Investmentbankingchef Urwin soll gehen, der Finanzchef Schenck und der Privatkundenchef Sewing sollen die neuen Co-CEOs unter Cryan werden. Die Stelle des Finanzchefs würde dann frei. All diese Punkte müssen jedoch noch mit dem Vorstand und dem Aufsichtsrat abgestimmt werden.
Ein wesentlicher Punkt an den Änderungsplänen schickte den Aktienkurs jedoch auf Talfahrt. Die Deutsche Bank plant eine Kapitalerhöhung und will mit dieser Maßnahme 8 Milliarden Euro einsammeln. Die Aktionäre zeigen sich bei solchen Ankündigungen selten begeistert. Prompt verlor das Papier am Montag im Frühhandel rund 6%.
Weichenstellen für die Zukunft!
Die Kapitalerhöhung hat laut der Deutschen Bank das primäre Ziel, die Eigenkapitalausstattung zu stärken. Die Eigenkapitalquote war in der Vergangenheit mehrfach in der Kritik, da sie für ein derart großes Geldhaus recht dünn ausfiel. Anfang des Jahres nannte Cryan eine mögliche Kapitalerhöhung nicht als Mittel der Wahl, doch man dürfe niemals nie sagen.



