Liebe Leser,
die Experten von Navigant Research veröffentlichten im Sommer 2016 eine Studie, welche die Marktentwicklung von Energiespeicherlösungen im Fokus hatte. So könnte sich das jährliche Marktvolumen bis 2025 weltweit um das Vierzigfache erhöhen. Neben Australien, Japan und Deutschland gilt vor allem die USA als Vorreiter in Sachen Energiespeicherlösungen.
Die von Navigant Research prognostizierte Entwicklung ist logisch. Denn Stromspeichersysteme bringen große Vorteile für Energieunternehmen mit sich, da diese Anlagen die Belastungen für die Versorgungsnetze drosseln und die Abhängigkeit von Spitzenlastkraftwerken reduzieren können.
E.ON baut Energiespeicher-Geschäft in den USA aus
Auch der deutsche Energiekonzern E.ON ist sich dieser Entwicklung bewusst und forciert deshalb seit geraumer Zeit den Ausbau des Energiespeicher-Geschäfts. Wie nun aus einer Pressemitteilung des Konzerns hervorgeht, wolle man in Texas zwei Batterien mit einem Speichervolumen von etwa 20 Megawatt (jeweils 9,9 MW) etablieren. Die Großspeicher sollen in Pyron und Indale (westliches Texas) in einem bereits existierenden Windpark des Unternehmens errichtet werden und Ende 2017 ans Netz gehen. Dabei sollen die mit Windenergie aufgeladenen sowie netzgekoppelten Lithium-Ionen-Batterien zur Versorgungssicherheit beitragen und Netzschwankungen minimieren.
Kooperation mit Greensmith Energy
Für das Projekt werden die Deutschen wieder mit dem Partner Greensmith Energy zusammenarbeiten. Das US-amerikanische Unternehmen mit Sitz in Virginia gilt als einer der größten Anbieter für Energiespeichersoftware. E.ON ist seit 2015 an der Partnerfirma beteiligt.



