Liebe Leser,
der deutsche Industriekonzern ThyssenKrupp hat ambitionierte Pläne für die Stahlsparte des Unternehmens. So ist seit einiger Zeit die Fusion des Stahlsegments mit dem indischen Konkurrenten Tata im Gespräch. Dadurch soll der Konzern nach ArcelorMittal zum zweitgrößten Stahlproduzenten Europas aufsteigen.
Plan B
Wie nun aus einem Bericht der Wirtschaftswoche hervorgeht, arbeite Konzernchef Heinrich Hiesinger an einem zweiten Plan, um einem eventuellen Scheitern der oben erwähnten Verhandlungen vorzubeugen. So stehe nach Informationen der „Wirtschaftswoche“ auch ein Börsengang der Stahlsparte im Raum. Das Magazin nannte keine spezifischen Quellen.
Wie Reuters mitteilte, äußerte sich ein ThyssenKrupp-Sprecher am Freitag wie folgt zu den Gerüchten: „Ich verweise auf frühere Äußerungen, ob, wann und mit wem es zu einer Konsolidierung kommt, ist weiterhin offen“. Darüber hinaus gebe es keine neue Sachlage zu vermelden.
Investoren üben Druck aus
ThyssenKrupp steht unter Druck. Die Verhandlungen mit Tata laufen bereits seit einem Jahr. Zudem soll es laut dem Pressebericht zu neuen Problemen bei den Gesprächen gekommen sein, da Tata möglicherweise immense Abschreibungen im Bereich der Stahlhütten drohen. Somit ist es nicht verwunderlich, dass die Investoren des deutschen Industriekonzerns Druck auf die Unternehmensspitze ausüben. Die Plan-B-Initiative Hiesingers, welcher nach wie vor eigentlich die Übernahme Tatas priorisiert, lässt sich hierauf zurückführen.
Schwerindustrie könnte sich weiter erholen
Die Stahlindustrie kämpft seit geraumer Zeit mit Überkapazitäten, Preisdruck sowie Billiglieferungen aus China. Einen Hoffnungsschimmer gibt es jedoch. Experten gehen davon aus, dass sich die Stahlpreise im laufenden Jahr weiter erholen werden.



