Lieber Leser,
rein aus der markttechnischen Perspektive, befindet sich die Commerzbank-Aktie weiterhin innerhalb des möglichen Bodenbildungsprozesses. Darauf deutet eine inverse SKS-Formation, deren Tief im August des letzten Jahres ausgebildet wurde. Seitdem schreitet der Erholungstrend in Erwartung steigender Zinsen in den USA und teilweise in der EU voran.
Wobei letzteres noch sehr unklar erscheint, weshalb sich der Erholungstrend vom längerfristigen Abwärtstrend bisher nicht lösen konnte. Der letzte Quartalsbericht unterstützte diese Skepsis bei den Anlegern. Dennoch konnte, der Erholungstrend im Rahmen des kurzfristigen Abverkaufs noch nicht verletzt werden.
Wird Draghi reagieren?
Neben der erhöhten Wahrscheinlichkeit, dass die US-Amerikanische Notenbank FED den nächsten Zinsschritt bereits in der nächsten Woche beschließt, deuten Inflationsdaten für Deutschland und die EU per Januar und Februar darauf hin, dass der Druck auf die EZB weiterwachsen könnte. Die Notenbank wäre dann möglicherweise gezwungen, die Geldpolitik früher als gedacht zu straffen.
Bisher hat die EZB jedoch keine großartigen Anstalten gemacht, um Anleger darauf vorzubereiten. Es ist daher unwahrscheinlich, dass sie bereits im Rahmen des EZB-Treffens in dieser Woche einen Gang zurückschalten wird. Doch diese Erwartungen halten die Commerzbank-Aktie meiner Meinung nach derzeit stabil. Es wird sich zeigen, wie Anleger reagieren, wenn diese Erwartungen enttäuscht werden sollten.



