Gold im Vorfeld der Fed-Zinserhöhung unter Druck. Chinesische Zentralbank hat im Februar den vierten Monat in Folge kein Gold gekauft.
Von Commerzbank Commodity Research
Gold steht im Vorfeld der in der nächsten Woche erwarteten Fed-Zinserhöhung weiter unter Druck und handelt heute Morgen „nur noch“ bei rund 1.225 USD je Feinunze. In Euro gerechnet verbilligt sich Gold auf 1.155 EUR je Feinunze und notiert damit nur noch knapp über der 200-Tagelinie.
Als Gründe für die weitere Preiskorrektur können der festere US-Dollar und steigende US-Anleiherenditen herangezogen werden. Begleitet wurde der gestrige Preisrückgang von erneut starken ETF-Abflüssen.
Die Bestände der von Bloomberg erfassten Gold-ETFs wurden um 5,5 Tonnen abgebaut. Damit wurden in den letzten beiden Tagen fast alle Zuflüsse der acht Handelstage zuvor wieder rückgängig gemacht. Bei den Silber-ETFs gab es gestern mit gut 73 Tonnen den größten Tagesabfluss seit knapp zwei Monaten.
Innerhalb der letzten drei Handelstage wurden fast 94 Tonnen Silber abgezogen. Im Vergleich zu Gold hat sich Silber zuletzt wieder etwas schlechter entwickelt, was am Gold/Silber-Verhältnis ersichtlich ist, das wieder über 69 gestiegen ist. Der Silberpreis fällt heute Morgen auf 17,7 USD je Feinunze.
Die chinesischen Währungsreserven sind im Februar wieder über die Marke von 3 Bio. USD gestiegen. Dennoch hat die chinesische Zentralbank eigenen Angaben zufolge auch im Februar kein Gold gekauft. Die Goldreserven verharrten damit bereits den vierten Monat in Folge bei 59,24 Mio. Unzen bzw. 1.842 Tonnen. Die chinesische Zentralbank war neben der russischen im letzten Jahr der größte Goldkäufer unter den Zentralbanken.



