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Gazprom: Es geht um unerfüllte Träume!

Lieber Leser,

die Aktie des russischen Erdgasgiganten Gazprom befindet sich seit Mitte Januar auf dem absteigenden Ast. Kursverluste im zweistelligen Prozentbereich haben das Papier unter eine massive Unterstützungslinie im Bereich von 4,50 Euro und zuletzt sogar unter die seit vergangenem August gültige Aufwärtstrendlinie fallen lassen. Nun muss sich zeigen, ob die Aktie den Schalter umlegen kann. Anderenfalls drohen weitere Kursrücksetzer.

Die Hoffnungen waren groß

Belastet wurde die Aktie vor allem durch die Nachricht, dass der Konzern seine Ausschüttungsquote in diesem Jahr doch nicht anheben wird. Stattdessen wurde verkündet, dass die Dividende bis einschließlich 2019 auf dem Niveau von 2016 (7,89 Rubel je Aktie = rund 0,13 Euro) eingefroren werden soll.

Eigentlich hatte die russische Regierung staatlichen und halbstaatlichen Unternehmen per Erlass vorgeschrieben, mindestens 50 Prozent der Gewinne auszuschütten. Anleger rieben sich bereits die Hände und träumten von einer Dividendenrendite von mehr als 10 Prozent. Doch da Gazprom hohe Ausgaben bei seinen Pipeline-Projekten aufweist, kommt wohl wieder einmal eine Sondergenehmigung zum Tragen. Der Kreml will Gazprom halt auch keine zusätzlichen Lasten auferlegen, schließlich sind die Unterwasser-Gasleitungen positiv für die gesamte russische Wirtschaft.

Operativ läuft es ausgezeichnet

Der weltgrößte Erdgasproduzent ist stark ins neue Jahr gestartet und geht davon aus, dass die ohnehin schon starken Absatzzahlen in Europa weiter nach oben geschraubt werden können. Fundamental betrachtet ist die Aktie ohnehin höchst attraktiv. Denn auch so lockt eine Dividendenrendite von derzeit 6 Prozent, ein 2017er KGV von 4 und ein Kurs-Buch-Verhältnis von 0,3.

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