Nobelpreisträger Mortensen sieht seine Forschung in der US-Wirtschaftskrise bestätigt. "Wir erleben derzeit eine globale Wirtschaftskrise, wie wir sie noch nie erlebt haben. Da bestehen Unsicherheiten auf allen Seiten."
Dale Mortensen, der am Montag den Wirtschafts-Nobelpreis zugesprochen bekommen hat, sieht seine Forschungen durch die aktuelle Entwicklung in den USA bestätigt. "Wir erleben derzeit eine globale Wirtschaftskrise, wie wir sie noch nie erlebt haben. Da bestehen Unsicherheiten auf allen Seiten. Arbeitgeber wissen nicht, wie sich in der nächsten Zeit ihre Geschäfte entwickeln werden.", sagte er der ZEIT. In der Krise dauere "das Matching zwischen Arbeitsuchenden und Firmen noch viel länger", so Mortensen, der in seiner Arbeit vor allem die Ineffizienz von Arbeitsmärkten untersucht hat.
Als politisches Signal seitens des Nobel-Komitees möchte Mortensen den Preis aber nicht verstehen: "Sicherlich sind Arbeitsmärkte heute weltweit eines der zentralen politischen Probleme" sagte er. "Ich bin aber kein Politikberater, ich helfe viel eher mit meiner theoretischen Vorarbeit vielen Politikern, über Politik nachzudenken." Der Wirtschaftswissenschaftler lehrt an der Northwestern University in Illinois.



