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Millionen für WestLB-Berater

Millionenhonorare für WestLB-Berater – Anwaltskanzlei von Friedrich Merz erhielt 2010 rund zwei Millionen Euro von Landesbank-Eignern, Morgan Stanley etwa 3,6 Millionen – Branche kritisiert „dreiste“ Konditionen der Investmentbank.

 

 
Die Bemühungen um einen Verkauf der angeschlagenen WestLB sind für manche Berater ungewöhnlich lukrativ. Wie die Tageszeitung „Die Welt“ (Dienstagausgabe) aus Finanzkreisen erfuhr, hat die Anwaltskanzlei Mayer Brown, bei der der Ex-Politiker Friedrich Merz als Partner tätig ist, im Jahr 2010 im Zusammenhang mit diesem Mandat rund zwei Mio. Euro von den WestLB-Eigentümern überwiesen bekommen. Morgan Stanley kam auf eine Summe von etwa 3,6 Millionen Euro. Für das laufende Jahr ist bislang dem Vernehmen nach nur eine Teilrechnung von 200.000 Euro für alle Verkaufsberater zusammen eingegangen, weitere Rechnungen werden erwartet. Mayer Brown und Morgan Stanley wollten diese Zahlen nicht kommentieren. Merz war seit Sommer 2010 als „Veräußerungsbeauftragter“ für die Landesbank-Eigentümer und den Bankenrettungsfonds SoFFin tätig.
 
Dabei erregt die Vergütung für Mayer Brown in Fachkreisen kaum Aufsehen: Der Tagessatz gilt für spezialisierte Anwälte als nicht besonders hoch. Anders sieht es bei Morgan Stanley aus: „Ein Millionenhonorar für einen Verkauf, der höchstwahrscheinlich gescheitert ist, das habe ich noch nie gesehen“, sagt ein hochrangiger Investmentbanker eines Konkurrenten. Merz hatte im vergangenen Herbst die WestLB als Ganzes zum Verkauf ausgeschrieben. Diese Variante ist inzwischen jedoch praktisch vom Tisch, alles deutet auf eine Zerschlagung der maroden Landesbank hin.
 
Investmentbanken werden normalerweise nur bei einem erfolgreichen Verkauf gut bezahlt. Das Ungewöhnliche am Vertrag von Morgan Stanley ist nicht der hohe einstellige Millionenbetrag, der dem Vernehmen nach bei einem erfolgreichen Verkauf fällig geworden wäre. Für Erstaunen sorgt vielmehr das hohe „Meilenstein-Honorar“ zwischendurch: An die vier Millionen Euro hatte sich die Investmentbank nach Informationen dieser Zeitung schon allein dadurch gesichert, dass sie 300 Seiten Verkaufsprospekt schrieb, per Zeitungsanzeige um Angebote bat und einen ersten Rücklauf von Interessenten bekam. Nur der Rest der Prämie war an einen tatsächlichen Verkaufserfolg gekoppelt.
 
Erst vor wenigen Monaten waren Morgan Stanley und ihr Deutschlandchef Dirk Notheis schon einmal ins Gerede gekommen. Damals ging es um ein Mandat des Landes Baden-Württemberg zum Rückkauf von Anteilen am Energieversorger EnBW, das die Bank ohne Ausschreibung erhalten hatte. In der Fachwelt stoßen die WestLB-Konditionen jedoch auf deutlich mehr Kritik als der EnBW-Deal. „Dass man für diese Vorarbeiten bereits mit Millionen vergütet wird, gibt es eigentlich nicht“, sagen Konkurrenten, die die Konditionen als „dreist“ bezeichnen. Kenner des WestLB-Prozesses verweisen dagegen auf die umfangreichen Vorbereitungen, die nötig gewesen seien, um taumelnde Landesbank überhaupt verkaufsfähig zu machen. „Außerdem war die Wahrscheinlichkeit, dass der Verkauf zustande kommt, bei diesem Mandat geringer als bei vielen anderen“, heißt es im Umfeld der WestLB-Eigentümer.
 
Pikanterweise waren es jedoch offenbar weder die Eigner noch ihr Dienstleister Merz, die diese Konditionen aushandelten – sondern der WestLB-Vorstand um Bankchef Dietrich Voigtländer. Die Bank hatte die Morgan-Stanley-Berater bereits im Oktober 2009 verpflichtet, um den Verkauf der Bank vorbereiten zu lassen. Als im Sommer 2010 dann auf Betreiben der EU-Wettbewerbskommission Friedrich Merz ins Spiel kam, haben der Ex-CDU-Politiker und die Bankeneigentümer dem Vernehmen nach das Mandat der Investmentbank mit unveränderten Konditionen übernommen. Bei den vereinbarten Honoraren sahen die Eigner angeblich durchaus Gesprächsbedarf, akzeptierten sie schließlich aber.
 
Warum sich die WestLB auf die ungewöhnlichen Konditionen einließ, obwohl angeblich Angebote mehrerer Investmentbanken eingeholt wurden, ist unklar. Voigtländer wollte sich dazu auf Anfrage nicht äußern. Die Landesbank gilt gemeinhin als sehr kostenbewusst, was Beraterhonorare angeht. Zum Vergleich: Beim Verkauf der Immobilientochter WestImmo winkt den beratenden Banken Citigroup und JP Morgan nach Informationen der „Welt“ nur ein Erfolgshonorar von je rund 1,5 Mio. Euro. Bis es soweit ist, erhalten sie nur jeweils 50.000 Euro für jeden Monat, in dem sie an dem Mandat arbeiten. Der Verkauf ist seit gut anderthalb Jahren eine Hängepartie.

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