Artur P. Schmidt zur Eurokrise: "Die Märkte werden eine Lösung erzwingen" - und die Lösung heisst Eurobonds. - Sind gemeinsame Euro-Anleihen bereits in Vorbereitung? Von den gemeinsamen Anleihen würden besonders die europäischen Banken profitieren.
"Die Märkte werden eine Lösung erzwingen", sagt Artur P. Schmidt, Tradercockpit, in einem Interview mit dem DAF. Momentan nehmen die Märkte Kurs auf wichtige Marken. Banktitel könnten dabei durchaus zu den Gewinnern gehören. Großes Potenzial sieht er dabei auch für die Commerzbank.
"Die Lösung für die Märkte lautet Eurobonds", sagt Schmidt. Wenn die Politik endlich diesen Weg einschlagen würde, wären die größten Probleme gelöst. Behilflich könnten dabei die jüngsten Wahlergebnisse in der Eurozone sein, denn sie könnten der Auslöser dafür sein, dass die Fehlentscheidungen von Angela Merkel und Nicolas Sarkozy endlich korrigiert werden. Wichtig sind nun langfristige Lösungen,
Bankenpleiten hält Schmidt für unwahrscheinlich. "Die Märkte haben gelernt, dass Banken nicht pleite gehen dürfen". Was die Märkte betrifft, glaubt Arthur P. Schmidt nicht an eine große Korrektur. "Die Märkte haben jetzt kritische Punkte erreicht", so Schmidt weiter. Für ihn sind die Märkte momentan "massiv überverkauft".
Natürlich hat die Einführung von Eurobonds einen Preis, aber dieser Preis ist wesentlicher billiger, als der Preis des Scheiterns. Dass die Kontrolle der Ausgaben derjenigen Länder, die in den Genuss von Eurobonds kommen, durchgeführt werden muss, ist den Verantwortlichen bei der EZB und der Europäischen Kommission vollkommen bewusst. Es ist Ihnen aber auch bewusst, dass ein wiederholtes Zaudern und Zerreden der Eurobonds die Krise noch weiter anheizen wird. Wenn Frau Merkel dies nicht erkennt, sind Ihre letzten Tage im Kanzleramt angebrochen, denn dieses entwickelte sich in den letzten Monaten immer mehr zur Reichskanzlei, wo eine handlungsunfähige Politikerin durch Ihre Führungslosigkeit den Untergang Europas zelebriert.
Interview:www.daf.fm tradercockpit.ch



