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TUI rät GR Urlaubern zu Euro-Reserven

Der Reiskonzern TUI rät allen Griechenland-Urlaubern genügend Euro-Reserven mitzunehmen. Für den Fall der Einführung der Drachme werden Engpässe und Notlagen bei der Versorgung befürchtet.

 

Angesichts der Spekulationen über einen Austritt Griechenlands aus der Eurozone empfiehlt der Reiseveranstalter TUI besorgten Touristen, zusätzliche Euro-Reserven in das südeuropäische Krisenland mitzunehmen. Ratschlag bei der TUI:

Falls Griechenland zur Drachme zurückkehrt: Welche Zahlungsmittel sollten Urlauber im Gepäck haben?

Gäste, die All-Inclusive gebucht haben und keine Leistungen von Dritten in Anspruch nehmen, müssen sich überhaupt keine Gedanken machen und sind rundum versorgt – vom Flieger bis zum Hotel und zurück. Urlauber, die sich selbst versorgen und etwas auf eigene Faust unternehmen, sollten etwas mehr Euro-Bargeld mitnehmen, falls die Versorgung mit Drachmen noch nicht flächendeckend gesichert ist. Sie können weiterhin auch mit EC- oder Kreditkarte bezahlen. Welche Zahlungsmittel am Besten geeignet sind und wo und wie Euros umgetauscht werden können, sollten Reisende bei der Bank ihres Vertrauens erfragen.

Ein Ökonom der britischen Bank Barclays hatte vor kurzem gewarnt, Touristen müssten mit Engpässen bei der Versorgung mit Lebensmitteln und Sprit rechnen, sollte Griechenland den Euro aufgeben. Zudem könne die Ein- und Ausfuhr von Bargeld beschränkt werden.

Auch der Reisekonzern TUI selbst will sich in Griechenland einem Medienbericht zufolge gegen eine mögliche Währungsumstellung von Euro auf Drachme absichern. Wie die "Bild"-Zeitung bereits im November 2011 unter Berufung auf ein Schreiben des Konzerns an griechische Hoteliers berichtet, habe TUI die Hoteliers aufgefordert, einen neuen Vertrag vor dem Hintergrund einer möglichen Währungsumstellung zu unterschreiben.

In dem Schreiben heiße es laut "Bild-Zeitung": "Wenn der Euro nicht mehr die Währung sein sollte (...), ist TUI berechtigt, die Geldsumme in der neuen Währung zu bezahlen. Der Wechselkurs richtet sich nach dem von der Regierung vorgegebenen Wechselkurs."

Hintergrund ist die Befürchtung von zahlreichen Experten, dass Griechenland aus dem Euro-Raum aussteigen und die Drachme wieder einführen könnte. Ökonomen gehen allerdings davon aus, dass eine neue griechische Währung direkt nach der Einführung massiv an Wert verlieren könnte, TUI will sich gegen diesen Wertverlust deshalb  absichern.

Ein Sprecher des Reisekonzerns bestätigte gegenüber der "Bild"-Zeitung den Vorgang. Sprecher Robin Zimmermann sagte der Zeitung: "Wir müssen uns gegen solche Währungsrisiken absichern. Es gibt eine mehr als theoretische Möglichkeit, dass Griechenland aus der Euro-Zone aussteigt."

Der griechische Hotelierverband reagierte empört auf die Forderung des Reisekonzerns. Der Präsident des griechischen Tourismusverbandes, Andreas Andreadis, sagte der "Bild"-Zeitung: "Mehrere griechische Hoteliers haben die Aufforderung von TUI bekommen, dieses Dokument zu unterschreiben. Kein Hotelier wird das machen und wir haben uns an das griechische Tourismus-Ministerium gewandt. TUI kann keine Hoteliers unter Druck setzen, so etwas zu unterschreiben."

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