Gold profitiert von hochkochender Schuldenkrise in der Eurozone. Wie angekündigt hat Spanien offiziell finanzielle Hilfen für seine Banken beantragt.Auch wenn es absehbar war, kam gestern neu hinzu, dass auch Zypern als fünftes Land unter den EU-Rettungsschirm flüchtet.
von Commerzbank Commodity Research
Gold zeigte sich gestern wieder einmal als sicherer Hafen. Nach anfänglichen Verlusten legte das gelbe Edelmetall merklich zu. Heute Morgen handelt es bei rund 1.585 USD je Feinunze. Grund für den jüngsten Preisanstieg ist die Staatsschuldenkrise in der Eurozone, die weiter hochkocht.
Wie angekündigt hat Spanien offiziell finanzielle Hilfen für seine Banken beantragt. Die Bankenkrise im Land ist damit allerdings nicht gelöst, sondern wurde durch die Herabstufung des Kreditratings von 28 Banken von der Ratingagentur Moody’s sogar noch verschärft. Die Eurogruppe hatte Spanien bereits Kredite von bis zu 100 Mrd. EUR in Aussicht gestellt.
Auch wenn es absehbar war, kam gestern neu hinzu, dass auch Zypern als fünftes Land unter den EU-Rettungsschirm flüchtet. Die Banken des Landes leiden extrem unter der Krise in Griechenland, da sie sowohl dem griechischen Staat als auch griechischen Unternehmen Kredite gewährt haben, welche das Bruttoinlandsprodukt Zyperns deutlich übersteigen.
Und in Griechenland selbst reißen die Probleme ebenfalls nicht ab. Nachdem der designierte Finanzminister das Amt aus gesundheitlichen Gründen nicht antritt, hat Griechenland noch immer keine handlungsfähige Regierung. Der am Donnerstag beginnende EU-Gipfel steht damit unter keinem guten Stern. Gold sollte allerdings im aktuellen Umfeld als sicherer Hafen weiter gefragt bleiben.



