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Irankrieg – die Dominosteine fallen um und knallen brutal auf Indien

Von den 1,4 Milliarden Indern leben rund 200 Millionen in bitterer Armut. Gekocht wird mit Gas aus Gasflaschen, und seit Beginn des Irankriegs hat sich der Preis vervierfacht.

Von Meinrad Müller

Bis 32 Millionen Menschen weltweit zusätzlich in Armut

Das UN-Entwicklungsprogramm hat am 13. und 14. April 2026 gewarnt, dass im schlimmsten Fall weltweit bis zu 32 Millionen Menschen zusätzlich in Armut rutschen könnten. Indien steht dabei im Zentrum dieser Entwicklung.

Indische Zeitungen schlagen Alarm

Was am Golf beginnt, landet direkt auf dem Teller in Indien. Die Zeitungen schreiben, der Krieg treibt die Energiepreise nach oben und macht sie für die Armen unbezahlbar. Die Notenbank warnt vor einem Preisschub im ganzen Land, der sich immer tiefer in den Alltag frisst und vor allem die trifft, die ohnehin kaum Spielraum haben.

Kochgas wird zum Luxus

Eine Gasflasche kostet in Delhi inzwischen über 900 Rupien, rund 10 Euro. Vor dem Krieg lag der Preis bei etwa 2 bis 3 Euro. Dieser Anstieg entscheidet darüber, ob gekocht wird oder nicht. Straßenküchen erhöhen ihre Preise, kleine Händler geben die Belastung weiter, und am Ende bekommt der Verbraucher die Quittung, die er kaum noch bezahlen kann.

Gastanker bleiben aus und die Küche bleibt kalt

Die Versorgung beginnt sichtbar zusammenzubrechen, weil Tanker aus der Golfregion ausfallen. In ländlichen Regionen kommt es bereits zu Lieferausfällen. Sobald die letzte Gasflasche leer ist, kann nicht mehr gekocht werden. Roh können keine Eier verspeist noch Gemüse durchgegart werden.

Ohne Dünger aus Katar, weniger Reisernte

Indien importiert große Mengen fertigen Düngers aus der Golfregion, und genau hier zeigt sich das nächste Problem. Der Preis für Harnstoff hat sich innerhalb weniger Wochen nahezu verdoppelt und ist von rund 500 Dollar auf fast 1.000 Dollar pro Tonne gestiegen. Bauern können sich diese Preise nicht mehr leisten. Weniger Dünger, weniger Ernte, höhere Lebensmittelpreise bei den Verbrauchern.

Geldüberweisungen in die Heimat fallen aus

Millionen Inder arbeiten in den Golfstaaten und schicken regelmäßig 100 bis 200 Dollar monatlich nach Hause. Millionen von Familien in Indien überleben nur deswegen. Wenn der Krieg die Wirtschaft in der Region weiter belastet, geraten diese Jobs und damit die Überweisungen unter Druck.

Der erste Dominostein fällt am Golf, und die folgenden erreichen mit Verzögerung Indien und alle ärmeren Länder in Asien.

Meinrad Müllers Blog: www.info333.de/p

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