Präsident Donald Trump hat am 11. Mai 2026 das jüngste iranische Angebot als „inakzeptabel“ zurückgewiesen. Am 14. Mai 2026 trifft er Irans besten Freund China. Das kann spannend werden. Entweder alle gewinnen, oder wir alle verlieren.
Von Meinrad Müller
Weltgemeinschaft als Bettvorleger
Absolut machtlos steht die sonst klug sich gebende Weltgemeinschaft vor diesem USA-Iran-Konflikt. Das ist jetzt schon die eigentliche Lehre, die uns um die Ohren gehauen wird. Konferenzen und die Presse bewegen nichts, null, zero, niente. Sie stehen wie kläffende Köter vor einem Elefanten.
Zittert jetzt Trump vor Xi?
Trump bereitet sich derzeit auf seinen Besuch bei Xi Jinping in Peking vor. Dort wird die Hormus-Krise die wichtigste Rolle spielen. China verfügt in diesen Verhandlungen über erhebliches Gewicht und geopolitische Druckmittel.
Welche Daumenschrauben hat Xi gegenüber Trump?
Seltene Erden und kritische Mineralien sind Chinas erster Hebel. China kontrolliert den Großteil der globalen Verarbeitung und Lieferketten. Eine Verknappung oder Exportbeschränkung würde US-Industrie, Militärtechnik und Hightech-Sektoren massiv treffen. Das ist ein Hebel im Wert von hunderten Milliarden Dollar.
Der zweite Hebel ist der Einfluss auf Iran. China ist ein wichtiger Abnehmer iranischen Öls und unterhält enge diplomatische Beziehungen. Die USA erhoffen sich offenbar chinesische Unterstützung, um Teheran zur Wiederöffnung der Meerenge zu bewegen. Xi kann Kooperation anbieten oder verweigern.
Der dritte Hebel ist die Handels- und Zoll-Dynamik. Trotz früherer Zollrunden bleibt die wirtschaftliche Verflechtung hoch. China kann gezielt Gegenmaßnahmen ergreifen, Lieferketten stören oder Käufe, etwa Agrarprodukte und Boeing, als Verhandlungsmasse einsetzen.
Der vierte Hebel ist die gesamtwirtschaftliche Abhängigkeit. Die aktuelle Ölkrise verschärft US-interne Belastungen, Inflation und Verbraucherpreise. Genau das schwächt Trumps Verhandlungsposition und erhöht Chinas relative Stärke.
Der Bürger zahlt die Rechnung
Diese Krise offenbart die Verwundbarkeit globaler Lieferketten und die Abhängigkeit von instabilen Regionen. Solange strategische Engpässe und einseitige Abhängigkeiten bestehen bleiben, werden außenpolitische Konflikte immer wieder zu Lasten der Bürger gehen, unabhängig davon, wer am Verhandlungstisch sitzt.
Die nächsten Tage und der Trump-Xi-Gipfel werden zeigen, ob der Würgegriff sich lockert oder weiter anhält.
Meinrad Müllers Blog: www.info333.de/p



