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USA: Neueste KI-Version ist zu gut, um verkauft werden zu dürfen

Chinesische Kaiser haben die Weitergabe des Porzellan-Rezeptes verboten. Der Rest der Welt musste Jahrhunderte mit einfachem Geschirr aus Lehm vorliebnehmen. Etwas Ähnliches erleben wir heute im Reiche des Kaisers Donald des Ersten.

Von Meinrad Müller

Der Anruf des Handelsministers

Wenn der US-Handelsminister Howard Lutnick persönlich zum Telefon greift und den Chef von OpenAI, ChatCPT, Sam Altman, anruft, dann brennt die Hütte. Deren neue KI-Version ist so leistungsstark, dass sie ganze Reiche technisch aus den Angeln heben könnte, sogar das eigene.

Nur für ausgewählte Partner

Die US-Regierung will ein Veto gegen die sofortige Veröffentlichung von GPT-5.6 einlegen. Das Modell soll zuerst nur in einer kleinen Vorabversion herauskommen. Und zwar nur für Partner, die die Regierung einzeln genehmigt. Eine breitere Freigabe ist erst einige Wochen später geplant. 100.000 neue Beamte könnten benötigt werden, wenn jeder Kaufantrag eines Kunden einzeln geprüft werden müsste.

Die neue KI ist einfach zu mächtig

Das Modell hat extrem starke Fähigkeiten, besonders im Bereich Cybersicherheit. Es ist vergleichbar mit dem hochgefährlichen „Mythos“-Modell von Anthropic. Die Regierung hat große Angst, dass eine solche Super-Waffe in fremde Hände gerät. Der mögliche Schaden wäre viel größer als jeder Milliardengewinn durch den Verkauf von Lizenzen.

Wie bei Anthropic

Erst vor kurzem hat die Regierung schon gegen das Unternehmen Anthropic hart durchgegriffen. Deren starke KI-Programme mussten komplett vom Markt genommen werden. Jetzt gibt es ein „freiwilliges“ Prüfverfahren. Viele sehen darin aber schon fast eine Pflicht-Genehmigung, wer die KI überhaupt kaufen darf.

Was das für die Zukunft heißt

Jedes große KI-Unternehmen muss jetzt damit rechnen, dass die US-Regierung mitredet. Der Unterschied zwischen freiwilliger Prüfung und echter Lizenzpflicht wird immer kleiner. Die USA wollen ihre besten KI-Modelle streng kontrollieren.

Die US-Regierung behandelt die neueste KI wie ein Staatsgeheimnis. Sie ist einfach zu gut, um frei verkauft zu werden. Wie bei den alten chinesischen Kaisern mit dem Porzellan. Ob das den Vorsprung sichert oder andere Länder nur schneller macht, wird sich zeigen.

Für uns normale Bürger bleiben die KI-Vorgängermodelle, die jetzt schon so gut sind, wie man vor drei Jahren nicht einmal erträumen konnte. Wer aber immer noch stolz mit der guten alten Schreibmaschine und dem Taschenrechner hantiert und alles Neue als „Spielerei“ abtut, der will und braucht tatsächlich nichts Besseres.

Dass aber Millionen Jobs davon abhängen, ob manche Arbeitgeber klüger und andere dümmer sind, merken viele erst dann, wenn sie beim Jobcenter aufwachen.

Meinrad Müller Blog: www.info333.de/p

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