Bundestagsneubau droht Abriss

Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, ein neuer Bundestagsprachtbau, muss wahrscheinlich abgerissen werden. Grund: Zahlreiche Baumängel. Droht das BER-Schicksal?

 

Das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus, Ansicht von Westen

Marie-Elisabeth-Lüders-Haus              Ansgar Koreng / CC BY 3.0 (DE)

 

Das Schicksal des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses bleibt weiter unklar. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (F.A.S.). Der Erweiterungsbau des Bundestagsgebäudes weist erhebliche Baumängel auf. Es handelt sich um Risse in der Bodenplatte, die unter Umständen so gravierend sind, dass das Gebäude abgerissen werden muss.

Wolfgang Kubicki, FDP-Abgeordneter und Vorsitzender der Baukommission des Deutschen Bundestages, sagte der F.A.S.: „Momentan spricht viel dafür, dass es saniert werden kann, ganz sicher ist es nicht.“ Auch wenn es saniert werden könne, werde es ein Wackelkandidat bleiben, auf den man aufpassen müsse, so Kubicki in der F.A.S.

„Wenn man die größeren Risse schließt, durch die das Wasser momentan kommt, dann dringt es möglicherweise durch die kleineren Risse, die jetzt noch keine Probleme machen, weil sich der Druck woanders entlädt.“ Deswegen plädiert der FDP-Politiker und Vizebundestagspräsident dafür, das Lüders-Haus in Zweifelsfalle lieber abzureißen, als sich eine Endlos-Baustelle aufzuhalsen: „Einmal Flughafen Berlin-Brandenburg reicht.“
 
Der Bau des Gebäudes wird vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung betreut, dem BBR. Ein internes Papier der Bundestagsverwaltung stellt der Behörde nun ein miserables Zeugnis aus, wie die F.A.S. berichtet. Sämtliche Bauten, die sie für den Bundestag realisiert, dauern demnach zwischen drei und acht Jahre länger als geplant. Und sie werden deutlich teurer, kosten bis zu 55 Prozent mehr.

Das Urteil der Bundestagsverwaltung: Das Bundesbauamt müsse „entlastet“ werden, und zwar „in erheblichem Umfang“. So hat die Baukommission veranlasst, dass die Behörde das unterirdische Besucherzentrum vor dem Reichstag nicht mehr bauen darf. Das übernimmt stattdessen die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.

Gleiches gilt für das Elisabeth-Selbert-Haus, einem Bundestagsgebäude Unter den Linden. Kubicki in der F.A.S.: „Damit haben wir für eine Entlastung des BBR und für mehr Wettbewerb gesorgt.“

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