Hoeneß: 20 Mio. Geldwäsche über Börse?

Uli Hoeneß hat bei einem einzigen Spekulationsgeschäft angeblich 20 Mio. verdient. War Uli ein guter Spekulant? Oder steckt etwas anderes dahinter? Zufällig entspricht dies genau dem Betrag, welcher Ex-Adidas-Dreyfus ihm geliehen hat. Das gibt zu Spekulationen Anlaß.

 

Die Staatsanwaltschaft rätselt über einen angeblichen 20 Mio.-Betrag, den Uli Hoeneß angeblich mit einem Devisen-Spekulationsgeschäft gemacht hat. Nähere Details sind derzeit nicht bekannt. Es können auch ein paar Millionen mehr oder weniger gewesen sein. Der SPIEGEL berichtet in seiner neuen Ausgabe darüber und beschreibt, dass die Staatsanwaltschaft darüber rätselt, was das wohl für eine Spekulation gewesen sein soll.

 

SPIEGEL:

Hoeneß muss gegenüber den Behörden allerdings noch offenlegen, wie es kommt, dass einmal ein sehr hoher Betrag auf seinem Konto verbucht war. Bei einem Devisengeschäft sollen über 20 Millionen Euro aufgelaufen sein.

 

Den Zusammenhang zwischen dem sensationellem Spekulationsgewinn und der zufällig identischen Darlehenssumme von Ex-Adidas-Chef Dreyfus sehen dagegen weder SPIEGEL noch die Staatsanwaltschaft. Doch die Fakten sollten hellhörig machen.

In Frankfurt wird heftig darüber spekuliert. Die Interpretation des merkwürdigen Sachverhalts "Spekulationsgewinn=Darlehenssumme" führt demnach zu folgenden Schlußfolgerungen, welche natürlich erst richterlich bestätigt werden müssen: Entweder hat Hoeneß das Darlehen für einen totsicheren Insidertipp genutzt (der möglicherweise von Dreyfus selber kam). Ob dies der Fall ist, wird offenbar derzeit geprüft.

Die andere Variante ist, dass Hoeneß einen Derivate-Deal schloss, bei dem er sicher als Gewinner hervorgehen würde und der Käufer (in diesem Fall Dreyfus) verlieren würde.  Vorteil: Hoeneß steht als "Spekulationsgewinner" da und nicht als Empfänger einer direkten Geldzuweisung.

Beide Versionen sind pikant. Im ersteren Fall könnte sich Hoeneß des Insidertradings schuldig gemacht haben. Im zweiten Fall könnte er die internationalen Finanzmärkte genutzt haben, um Geldwäsche und Korruption vertuscht zu haben. Denn bekanntlich hat Adidas ja den Zuschlag für die Bayern-München-Wäsche bekommen und nicht Nike, die deutlich mehr geboten haben.

Geldwäsche über die Eurex oder ähnliche internationale Derivatebörsen ist die Domain der Spezialisten. Im Internet wird darüber spekuliert, dass Hoeneß möglicherweise für viel Geld eine weit "aus dem Geld" liegende Option verkauft hat. Normalerweise würde hier kein Marktteilnehmer "anbeißen", es sei denn, er will absichtlich Geld verlieren. Aber genau das - so wird in Frankfurt diskutiert - könnte hier der Fall gewesen sein.

Grob beschrieben: Hoeneß verkauft eine Option weit aus dem Geld für 20 Mio. - dafür braucht er aber eine Margin, um das Geschäft durchzuführen. Diese Margin hat er von Dreyfus in Form des Darlehens bekommen. Das Geschäft kann also beginnen. Hoeneß verkauft die Option und ein anderer Marktteilnehmer kauft sie.

Die Option verfällt wertlos. Das bedeutet: der Optionsverkäufer - in diesem Fall Hoeneß - streicht den Verkaufspreis voll ein. Der Käufer - in diesem Fall Dreyfus - verliert den Einsatz.

Offiziell bedeutet das: Ex-Adidas-Chef Dreyfus hat 20 Mio. an der Börse verloren. Das juckt ihn nicht, denn er hat Milliarden. Wichtiger ist für ihn, das nicht nachweisbar ist, dass Geld direkt an Hoeneß floss.

Hoeneß wiederum kann sagen: Es war ein "guter Börsendeal", bei dem er zufällig Millionen gemacht hat. Dies ermöglichte ihm, das Darlehen an Dreyfus zurückzuzahlen.

Damit wären beide aus dem Schneider und der Deal wäre niemals aufgeflogen, wenn nicht zufällig jemand das Konto von Hoeneß verpfiffen hätte. 

Aber das sind alles bisher nur Spekulationen. Ob die Dinge wirklich so abgelaufen sind, wird die Zukunft zeigen und die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Und solange kein richterliches Urteil ergangen ist, heißt es natürlich immer noch: Im Zweifel für den Angeklagten. Doch für Uli Hoeneß könnte es in Zukunft eng werden. Sollten sich diese Spekulationen auch nur ansatzweise bewahrheiten, könnte dies zu einem der größten und zugleich raffiniertesten Korruptionsskandale der Neuzeit führen - mit fatalen Folgen nicht nur für Uli Hoeneß, sondern auch für Adidas.

Mehr Infos: Internet-Spekulation zum "Hoeneß-Deal"

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