SPD-Schulze: Klima-Untergang naht


Svenja Schulze, über dts NachrichtenagenturBundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat besorgt auf den jüngsten Sonderbericht des Weltklimarats IPCC zum Thema Klimawandel und Landsysteme reagiert.

"Der Bericht des Weltklimarates zeigt, Klimaschutz ist eine Existenzfrage für uns Menschen", sagte Schulze am Donnerstagmittag in Bottrop. "Der Klimawandel gefährdet unsere Ernährungs- und unserer Lebensgrundlagen."

Mit der derzeitigen Lebens- und Wirtschaftsweise riskiere man die Zukunft der künftigen Generationen, fügte die SPD-Politikerin hinzu. Zugleich lobte sie die Arbeit des IPCC. Der Weltklimarat habe noch nie eine so aktive Schaffensperiode gehabt wie aktuell.

"Die aktuellen Wetterextreme, seien es Hitzewellen und Trockenheit oder die verheerenden Waldbrände am Rande der Arktis, das ist alles sehr beunruhigend", so Schulze. Sie erforderten eine wissenschaftliche Einordnung. Eine "fundierte Wissensgrundlage" sei unerlässlich, um auch die richtigen Entscheidungen im Klimaschutz treffen zu können.

"Der Bericht zeigt uns ganz klar, die Trockenheit und die Hitzeextreme, die wir momentan erleben, das sind keine Ausnahmen mehr", fügte die Umweltministerin hinzu. Sie seien Teil einer gefährlichen Entwicklung, die die Lebensgrundlagen der Menschen bedrohe.

"Der Klimawandel verstärkt zusätzlich den Druck auf die Ökosysteme und auf die Landwirtschaft." Die ersten Klimafolgen könne man bereits sehen. "Mit einer zunehmenden globalen Erwärmung müssen wir mit gravierenden Risiken rechnen", so Schulze. Als Beispiele nannte sie unter anderem das Artensterben und Waldbrände. Unterdessen wurden aus der Union Forderungen laut, die Wechselwirkungen zwischen Klima und Landwirtschaft ernstzunehmen.

"Mit dem IPCC-Sonderbericht wird der Fokus u.a. auf die Folgen des Klimawandels für die Landwirtschaft und die weltweite Ernährungssicherheit gerichtet", ließ sich die umweltpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marie-Luise Dött, zitieren. Gerade die Landwirtschaft sei einerseits vom Klimawandel betroffen, andererseits auch für den Ausstoß von Treibhausgasen verantwortlich.

Lösungen, wie man zu einer "nachhaltigen Flächennutzung" komme, müssten auf internationaler Ebene gefunden werden, so die CDU-Politikerin weiter. Das IPCC hatte den Sonderbericht am Donnerstagvormittag vorgestellt. Demnach haben sich die Landflächen der Erde seit dem Ende des 19. Jahrhunderts bereits um 1,53 Grad Celsius erwärmt. Die globale Temperatur insgesamt stieg um knapp 0,9 Grad Celsius, da sich die Meeresflächen langsamer erwärmen.

Erst im vergangenen Jahr hatte der Weltklimarat davor gewarnt, dass die internationalen Klimaziele bei den derzeitigen Anstrengungen im Klimaschutz nicht erreicht werden könnten. Vor allem die Auswirkungen eines Anstiegs der globalen Temperatur über 1,5 Grad Celsius seien gravierend, hieß es.

Das IPCC war im November 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) als zwischenstaatliche Institution ins Leben gerufen worden. Es soll für politische Entscheidungsträger den Stand der wissenschaftlichen Forschung zum Klimawandel zusammenzufassen, dabei aber keine Handlungsempfehlungen geben. Der Sitz der Institution befindet sich in Genf. Das IPCC zählt 195 Regierungen als Mitglieder. Zudem sind mehr als 120 Organisationen als Beobachter registriert.

Foto: Svenja Schulze, über dts Nachrichtenagentur

Wandere aus, solange es noch geht!

Videos:

-
Loading...
-
Wikifolios
Börsen News
Bitcoin Live

Bitcoin-Kurs (Bitcoin/Euro)

BTC/EUR (Bitcoin / Euro) Währung Chart Bitcoin + Ethereum kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
1No5Lj1xnqVPzzbaKRk1kDHFn7dRc5E5yu

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC

WERBEN auf MMnews
Banner + Textanzeigen
Anfragen hier.

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2017 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.