AKTUELLE PRESSE  |  WIRTSCHAFT  |  POLITIK  |  BÖRSE  |  GOLD  |  KRYPTO  |  ETC  |  WITZIGES

NEU - Unser Börsen-Club: Die Top Aktien 2024! KI, Uran, Gold. Jetzt 800 Euro Vorteile sichern.

Spanien: Die Bombe in der Bankenunion

Heimlich, still und leise zimmern EZB und Brüssel die Bankenunion. Ziel: Deutsche Sparer sollen haften. - Per Bankenunion könnten bald auch die Deutschen für den gescheiterten Bauwahn der Spanier zur Kasse gebeten werden. Auf dem Höhepunkt des Baubooms wurde in Spanien mehr gebaut als in Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammen.

 

Von Norman Hanert

Einfach und genial sah das Sanierungskonzept aus, das letztes Jahr für Spaniens Banken präsentiert wurde. Faule Kredite, die sich nach dem Platzen der Immobilienblase im Jahr 2008 zu Hauf in den Bilanzen türmten, sollten zunächst einmal in eine sogenannte Bad Bank auslagert und langfristig wieder zu Geld gemacht werden. So zumindest der Plan. Inzwischen ist Spaniens Bad Bank gegründet, und sie entpuppt sich zunehmend als finanzielle Müllkippe, auf der Spaniens Banken unverkäuflichen Bilanzschrott entsorgen. Vor allem die spanische Variante der Sparkassen, die Cajas, sind es, die notleidende Immobilienkredite aus ihren Bilanzen an das Auffanginstitut namens Sareb weiterreichen.


Im November 2012 an den Start gegangen, liegen nun erste Verkaufsergebnisse vor und diese sind ein Desaster: Bis zum 1. Juni waren von Sareb erst rund 700 Immobilien losgeschlagen worden. Kalkuliert ist für das Gesamtjahr allerdings der Verkauf von über 7000 Objekten. Sollen wie kalkuliert innerhalb von fünf Jahren tatsächlich 45000 Immobilien an den Mann gebracht werden, wird die Bad Bank beim bisherigen Schneckentempo nicht weit kommen. Mit Blick auf die Zustände bei Sareb, die inzwischen publik geworden sind, können die lachhaften Verkaufszahlen keineswegs verwundern. Für Zehntausende von Immobilien, die vermarktet werden sollen, existieren nicht einmal die Anschriften, so Medienberichte. Die Wertermittlung dürfte bei diesen „irgendwo“ vorhandenen Objekten genauso schwer fallen, wie bei den 107000 Immobilien, für die keine Schlüssel vorhanden sind. Dahinter könnte sich in vielen Fällen ein ganz einfaches Phänomen verbergen: Die Banken haben die weitergereichten Immobilien als frei verfügbar gemeldet, tatsächlich wohnen aber oftmals noch die Alteigentümer in den Objekten. Ohne Zwangsräumungen sind diese Häuser allerdings kaum zu vermarkten. An Zustände wie aus der US-Subprime-Krise erinnert ein anderer Fall, über den inzwischen berichtet wird. Spaniens Bad Bank ist von einer Geschäftsbank eine Immobilie untergejubelt worden, die gleichzeitig für 150 Kredite als Sicherheit dient.


So skurril die Details auch klingen, statt Einnahmen zu erzielen, um den angeschlagenen Bankensektor Spaniens zu entlasten, droht das Hilfsvehikel Sareb selbst zum Fass ohne Boden zu werden. Erste Schätzungen gehen davon aus, dass Sareb bereits im laufenden Jahr mehrere Hundert Millionen Euro an Verlusten verursachen wird. Bereits 2014 könnte der Zeitpunkt heran sein, an dem die Steuerzahler den ersten Nachschuss leisten müssen.


Auch Verfechter einer europaweiten Bankenunion in Deutschland wären gut beraten, einen genauen Blick auf die Entwick-lung in Spanien zu werfen. Werden die Pläne zu einer europaweiten gemeinsamen Haftung und Einlagensicherung wahr, könnte der Schwarze Peter, den Spaniens Banken bisher nur an die nationale Bad Bank weitergereicht haben, schnell den deutschen Sparern und Steuerzahlern mit zugemutet werden.


Die Massen an notleidenden Krediten bei Spaniens Banken sind obendrein nicht einmal die einzige brisante Hinterlassenschaft der 2008 geplatzten Immobilienblase. Spuren hat der kollektive Baurausch der Spanier auch an Stellen hinterlassen, an denen man sie zunächst nicht vermutet. Laut aktuellen Daten des europäischen Statistikamtes Eurostat gehen in Spanien derzeit fast 24 Prozent der 18- bis 24-Jährigen weder zur Schule noch zur Universität, üben aber auch keinen Beruf aus. Damit hat sich der Umfang dieser „Weder-Noch-Generation“ – so der Begriff, der sich inzwischen in Spanien für diese Jugendlichen einbürgert – seit dem Einsetzen der spanischen Wirtschaftskrise im Jahre 2008 fast verdoppelt. Eine wesentliche Ursache für diese Entwicklung: Während des Immobilienbooms lockte viele Jugendliche das schnelle Geld, das sich auf dem Bau verdienen ließ. Verdienstmöglichkeiten waren selbst als ungelernter Hilfsarbeiter reichlich vorhanden. Auf dem Höhepunkt des Baubooms im Jahr 2007 wurde in Spanien mehr gebaut als in Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammen. Solange der Bauboom anhielt, konnten Schulabbrecher gutes Geld verdienen, während ein Schulabschluss kaum attraktiv erschien. Eine Folge: Während der Hochphase des Immobilienbooms verließen 40 Prozent der spanischen Schüler die Sekundarstufe ohne Abschluss. Bis heute hat Spanien mit fast 29 Prozent den EU-weit den höchsten Anteil an Schulabbrechern. Inzwischen dürften viele Jugendliche diese Entscheidung bereut haben. Die ungelernten Schulabbrecher waren die ersten, die nach dem Platzen der spanischen Immobilienblase von den Baufirmen auf die Straße gesetzt wurden. Hoffnung auf eine schnelle Wende zum Besseren – im Klartext neue Arbeitsplätze – ist nicht in Sicht.


Zum wirtschaftlichen Niedergang des Landes gesellt sich mit der Schwarzgeldaffäre der regierenden Partido Popular nun auch noch eine Krise des politischen Systems in Spanien. 

www.preussische-allgemeine.de

Wissen macht reich:  Vertrauliche Börsen-News im MM-Club

Neue Videos:

Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" - 1. deutscher Tonfilm: YouTube


Nur für kurze Zeit:
1000 $ Bonus + geschenkt für Kontoeröffnung bei Top-Kryptobörse
Börse 24h
Börsen News

Mein bestes Börsenbuch:

1000 $ Bonus + geschenkt für Kontoeröffnung Top-Kryptobörse

BITCOIN LIVE

Bitcoin + Ethereum sicher kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
1No5Lj1xnqVPzzbaKRk1kDHFn7dRc5E5yu

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC

DEXWEB - We Pursue Visions

 

 

Net-Tipps
Top Videos
Videos: Relax-Kanal

Kleinanzeigen:

Italien Spitzen-Balsamico
Original, der Beste, 25 Jahre
https://balsamico.shop/de/

 

WERBEN auf MMnews

 

Aktuelle Presse

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich fordert trotz der umstrittenen Vorgehensweise des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) eine vorurteilsfreie Prüfung der Vorwürfe gegen Israels Premierminister [ ... ]

Im Februar 2024 haben 75.445 Personen erstmals internationalen Schutz in EU-Ländern beantragt. Das entspricht einem Anstieg von etwas weniger als zwei Prozent im Vergleich zum Februar 2023 (74.295), [ ... ]

KI-Gesetz der EU nimmt letzte Hürde

Das neue KI-Gesetz der Europäischen Union hat die letzte Hürde genommen. Es wurde am Dienstag von den Mitgliedsstaaten endgültig angenommen. Mit der neuen Vorschrift soll die Entwicklung [ ... ]

Bericht: EU-Partner verschleppen systematisch Asylsuchende

Im Norden Afrikas sollen einem Medienbericht zufolge von der EU finanzierte Sicherheitskräfte Tausende Asylsuchende, die nach Europa wollen, verschleppen und diese anschließend mit Wissen der [ ... ]

Die Opferberatungsstellen im Verband der Beratungsstellen für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt (VBRG) haben im vergangenen Jahr einen deutlichen Anstieg der Fallzahlen verzeichnet. [ ... ]

IW-Studie zeigt Bedeutung ländlicher Regionen für Energiewende

Ländliche Regionen nehmen nach einer neuen Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) eine Schlüsselrolle für den grünen Umbau der deutschen Wirtschaft ein und könnten auch [ ... ]

Für FDP-Fraktionsvize Christoph Meyer haben die Hochwasserschäden im Saarland und Rheinland-Pfalz noch keine dramatischen Folgen für die Etats von Bund und Ländern. Er sei sich sicher, [ ... ]

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2023 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.