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Nikolaus stört Religionsfreiheit

Weil ein DHL-Postbote seine Päckchen im Nikolaus-Kostüm an den Kunden brachte, gibts jetzt Zoff: Der Mann verstoße gegen die Religionsfreiheit, sagt ein Kunde. Sogar die Polizei musste einschreiten. Der DHL-Paketzusteller zog das Kostüm schließlich freiwillig wieder aus.

 

Wenn's um Religion und Weihnachten geht, verstehen manche Menschen weder Tradition noch Spaß. Im nordrhein-westphälischen Herne beschwerte sich nun ein Kunde, weil der DHL-Bote im Nikolaus-Kostüm erschien. Der Mann fühle sich beim Anblick des "Nikolaus" in seiner Religionsfreiheit gestört. Die Polizei soll den DHL-Mitarbeiter sodann aufgefordert haben, sein Kostüm abzulegen. Der Mann kam dieser Aufforderung umgehend nach.

WAZ: Seit mehreren Jahren schon klingelt der DHL-Bote bei Detlev Groß am 6. Dezember im Nikolauskostüm und verteilt seine Pakete mit einem freundlichen „Ho, ho, ho“ – wie der „echte“ Nikolaus eben. Nicht so am vergangenen Freitag. Weil sich ein Kunde zuvor offenbar in seiner Religionsfreiheit gestört fühlte, habe dieser sich bei der Polizei beschwert, die den Boten wiederum über das DHL-Verteilzentrum aufgefordert habe, das Kostüm abzulegen.

Als der Mann am Freitag ohne Kostüm auftauchte, habe sich seine Lebensgefährtin gewundert und den Boten darauf angesprochen, sagt Groß. Dieser sei ganz blass gewesen und habe erzählt, dass sich ein Kunde anderer Glaubensrichtung bei der Polizei über die Kostümierung beschwert habe.
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