USA: 2015 schon 400 Menschen von Polizei erschossen

Washington Post: Die Polizei in den USA hat dieses Jahr fast 400 Menschen erschossen. Acht der Opfer waren Jugendliche unter 18 Jahren. Das älteste Opfer war 83. In nur drei Todesfällen wurde gegen einen Polizeibeamten Anklage erhoben. - Alle neun Stunden wird in den USA ein Mensch von den Gesetzeshütern umgelegt.

 

Achtung: Video enthält Gewaltszenen

Die Washington Post berichtet:  die Polizei in den USA in den ersten fünf Monaten diesen Jahres fast 400 Menschen erschossen. Durch Polizeigewalt gegen Bürger, denen sie offiziell "dienen" und die sie "beschützen" sollen, sterben pro Tag 2,6 Menschen. Dies entspricht ungefähr einer Person alle neun Stunden. Bei diesem Tempo wird die amerikanische Polizei bis zum Ende des Jahres fast eintausend Menschen erschossen haben.

 

Die Studie der Washington Post beinhaltet nur Opfer durch Polizeischüsse. Dies schließt diejenigen aus, die in Polizeigewahrsam durch andere Arten von Gewalt sterben, so wie Freddie Gray in Baltimore, der nach einem absichtlichen "Rough Ride" (Folter Fahrt) im Kofferraum eines Polizeiwagens am 19. April einem Wirbelsäulenbruch erlag.

 

Die Zeitung hat eine umfassende einjährige Untersuchung von polizeilichem Schusswaffengebrauch durchgeführt, weil es keine zentrale Aufzeichnung über solche Todesfälle gibt. Eine FBI-Schätzung von 1,1 Erschießungen durch die Polizei pro Tag, erwies sich als viel zu konservativ und ergab viel geringere Zahlen, als die Washington Post dokumentieren konnte, indem sie Interviews, Polizeiberichte, lokale Nachrichten und andere Quellen nutzte.

 

Die vorläufigen Ergebnisse für die ersten fünf Monate diesen Jahres zeigen ein düsteres Bild der täglichen Opferzahl von Polizeigewalt.

  • Die Hälfte, der von der Polizei Erschossenen war weiß, ein Drittel afroamerikanischer und der Rest hispanischer und asiatischer Herkunft. Die überwiegende Mehrheit der Opfer war arm oder gehörte zur Arbeiterklasse.
  • Die Hälfte der Tötungen fand statt, nachdem die Polizei gerufen worden war, um in einer sozialen Situation, wie familiären Konflikten, einem Selbstmordversuch oder einem Nervenzusammenbruch einzugreifen, nicht wegen eines Raubüberfalls oder anderer Verbrechen.
  • Ein Viertel der Opfer (92 von 385) wurde als psychisch krank beschrieben.
  • Ein Sechstel der Opfer (63 von 385) war völlig unbewaffnet (49) oder trug Spielzeugwaffen bei sich (14). Davon wurden 20 Prozent bei der Flucht vor der Polizei erschossen.
  • Acht der Opfer waren Jugendliche unter 18 Jahren. Das älteste Opfer war 83.
  • Die Polizei von Los Angeles verzeichnete die meisten tödlichen Schüsse von allen Polizeidienststellen, davon acht seit dem 1. Januar.

 

In nur drei Todesfällen von 385 wurde gegen einen Polizeibeamten Anklage erhoben. Dies entspricht weniger als einem Prozent der Fälle. In jedem dieser Fälle gab es Videobeweise gegen die Beamten, die geschossen hatten. Dazu gehören die weithin bekannten Tötungen von Walter Scott, einem 50-jährigen afroamerikanischen Mann aus South Carolina, wobei der Polizist Michael Slager mit einer Handy-Kamera dabei aufgenommen wurde, wie er das Opfer in den Rücken schoss.

Washington Post

Wandere aus, solange es noch geht!

Videos:


Wikifolios
Börsen News
Bitcoin Live

Bitcoin-Kurs (Bitcoin/Euro)

BTC/EUR (Bitcoin / Euro) Währung Chart Bitcoin + Ethereum kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
12QcrfGYrkQHKCqo3dsUJsTJeiJqfnLnA9

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC

WERBEN auf MMnews
Banner + Textanzeigen
Anfragen hier.

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2017 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.