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2026 Musterungsbefehl mit 18: Männer müssen, Frauen können, nur Deutsche

Start des „Neuen Wehrdienstes“: Alle ab 2008 Geborenen, die 2026 18 werden, erhalten einen Brief und müssen einen Fragebogen ausfüllen. Sven muss, Svenja nicht.

Von Meinrad Müller

Der Brief der Bundeswehr liegt neben dem Nutellaglas wie eine Vorladung zum Drogentest nach einer Party, an die man sich kaum erinnert. Sven Wittlovski, am ersten Januar 18 geworden, bekommt einen Schlag auf den Hinterkopf. Kein echtes natürlich, eher ein amtliches, papiernes, mit Fensterumschlag.

Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes am 1. Januar 26 ist auch unser Sven dran. Und der Oberhammer: Urologen mahnen eine sensible Hodenuntersuchung bei der Musterung an. Man will unserem Sven an die empfindsamen Tennisbälle. Sollte er schnell noch zum Bürgeramt gehen und sich zur weiblichen Person erklären lassen? Svenja klingt auch ganz nett. Kostet maximal 35 Euro, das wär’s ihm wert.

Im Brief, schwarz auf weiß. Kein „Herzlichen Glückwunsch zur Volljährigkeit“, sondern die Ansage: Sven Wittlovski, das Vaterland möchte dich als Schachfigur an der Front. So wie deinen Großvater und deinen Urgroßvater. Sven fühlt sich wie ein Statist in einer Krankenhaus-Serie, der eigentlich nur kurz ein Pflaster holen wollte und plötzlich am offenen Herzen operieren soll.

Svens Jugendzeit ist vorbei.

Keine Gnade mehr. Er starrt den Brief an, als würden ihm gleich Beine gemacht, die ihn direkt zum Appell auf dem Kasernenhof zerren. Sven hat das Gefühl, die Hauptrolle in einem Film übernommen zu haben, in dem die Kostümabteilung ausschließlich Olivgrün führt. Ein Online-Fragebogen sei Pflicht. Wer das ignoriert oder flunkert, dem droht ein Bußgeld von bis zu 1000 Euro. Mindestens aber fünf Euro. Fünf Euro wären ein fairer Preis, um den Vormittag weiter im Bett zu verbringen. Doch das „Bundesamt für das Personalmanagement“ der Bundeswehr ist gnadenlos. Woher die seine Adresse haben? Kein Datenschutz?

Der Fragebogen will alles wissen.

Körpergröße. Gewicht. Eignung. „Bereitschaftserklärung“ nennt die Bundeswehr das. Ein Wort, das so sexy klingt wie eine Einverständniserklärung zur Wurzelbehandlung ohne Narkose. Sven fühlt sich zu nichts bereit, außer dazu, den Brief im WC herunterzuspülen und zu behaupten, die Post hätte ihn beim Nachbarn mit dem bissigen Hund eingeworfen. Doch die Drohung ist real: Wer unentschuldigt fehlt, wird künftig von der Polizei abgeholt. Sven stellt sich vor, wie er in Boxershorts und T-Shirt mit der Müslischüssel in der Hand morgens um sechs abgeholt wird. Die Nachbarn würden denken, er wäre der meistgesuchte Internet-Pirat des Viertels.

Vor Svens Auge wird es düster: Er soll durch den Matsch robben. Schlamm unter seinen Fingernägeln. Ein Vorgesetzter erklärte ihm, dass damit die Demokratie verteidigt wird. Sven hat normalerweise nur eine enge Beziehung zu seiner Schaumstoffmatratze. Warum sollte ein Mensch mit Zentralheizung und Glasfaseranschluss im feuchten Dreck kriechen wie ein Regenwurm? Eigentlich hätte er die Grünen wählen wollen, aber wenn man ihm so kommt?

Dann die Märsche. 30 Kilo Gepäck auf dem Rücken. Sven bekommt schon Schnappatmung, wenn er zwei Getränkekisten in den ersten Stock tragen muss. Jetzt soll er stundenlang durch den Wald marschieren. Sven fährt für 800 Meter zwei Stationen mit der Straßenbahn, weil er Gehen für eine komische Fortbewegungsmethode hält. Jetzt ist Laufen plötzlich eine nationale Tugend, und Sven ist nicht zäh wie Leder, so wie sein Uropa.

Der Fragebogen fragt nach der körperlichen Leistungsfähigkeit. Sven lacht kurz. Sein härtester Sport war bisher das Drehen von Joints. Hier gibt es keinen Ausschaltknopf und keine Pause-Taste. Nur den Link zum Fragebogen, der ganz unten leuchtet wie eine digitale Abofalle. Ignorieren hilft nicht. Die Bundeswehr hat verdammt viele Männer in sehr festen Stiefeln und jetzt auch noch die Polizei als Chauffeur.

Fragebogen, Vorschau:
https://www.bundeswehr.de/

Meinrad Müllers Blog: www.info333.de/p

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