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Ramelow: Die Russen warn's! Blackout in Berlin von Moskau gesteuert?

Bodo Ramelow, Bundestagsvizepräsident und langjähriges Aushängeschild der Linken, hat sich beim Berliner Stromanschlag vollends blamiert.

Von Meinrad Müller

Statt die Fakten zur Kenntnis zu nehmen, schürt er aktiv den Verdacht, Moskau stecke hinter dem Anschlag. Auf X teilt und kommentiert er Beiträge, die exakt diese Linie fahren: Das Bekennerschreiben der „Vulkangruppe“ sei möglicherweise gefälscht und der ganze Vorfall passe perfekt in Putins Kriegsführung. Eine These, die von Hardlinern wie Roderich Kiesewetter (CDU) in die Welt gesetzt wurde und die Ramelow bereitwillig aufgreift, obwohl sie auf Sand gebaut ist.

Keine Spur von Russland – dafür klare linksextreme Handschrift

Die Ermittlungsbehörden sind sich einig: Es gibt nicht den geringsten Hinweis auf russische Beteiligung. Polizei, Landeskriminalamt, Bundeskriminalamt, Verfassungsschutz und Generalbundesanwalt halten das Bekennerschreiben für authentisch. Es enthält präzises Täterwissen – etwa zur genauen Anzahl der durchtrennten Kabelrohre und zur Technik des Kurzschlusses am Umspannwerk Lichterfelde – und passt nahtlos in die Anschlagserie der linksextremen „Vulkangruppe“. Diese Gruppe verübt seit 2011 regelmäßig Brand- und Sabotageakte an Stromnetzen, Bahnleitungen und Industrieanlagen (Tesla-Grünheide 2024, Adlershof 2025 und viele weitere). Die Motive sind klassisch autonom-linksextrem: Kampf gegen „fossile Infrastruktur“ und „imperialistische Lebensweise“. Die Vulkangruppe selbst hat die Russland-Spekulationen in einem Folgeschreiben scharf als „lächerliches Ablenkungsmanöver“ zurückgewiesen.

Marxistische Prägung bis ins hohe Amt

Hier zeigt sich, was passiert, wenn jemand marxistisch geschult ist und diese Weltsicht nie wirklich abgelegt hat. Diese Prägung wirkt offenbar nach: Statt einen Terrorakt aus dem eigenen ideologischen Spektrum klar zu benennen, wird reflexartig nach einem „imperialistischen“ oder „äußeren“ Feind gesucht. Russland als Sündenbock passt perfekt ins alte Feindbild – und lenkt elegant davon ab, dass die Täter aus dem autonomen, anti-kapitalistischen Milieu kommen, das Ramelow politisch immer wieder verteidigt oder zumindest verharmlost hat. Seine Aussage „weder politisch noch links“ ist in diesem Licht nichts anderes als ein Schutzreflex für die eigene Seite.

Jahrelanges Versagen beim Schutz der Infrastruktur

Der eigentliche Skandal, von dem Ramelow so geschickt ablenkt, ist das totale Versagen von Staat und Behörden über mehr als ein Jahrzehnt. Kritische Infrastruktur – Umspannwerke, Stromleitungen, Bahnstromanlagen – ist in Deutschland praktisch schutzlos. Zäune lassen sich leicht überwinden, Kameras fehlen oft, Wachpersonal ist rar. Die Vulkangruppe konnte deshalb seit 2011 ungestört zuschlagen, ohne dass auch nur ein einziger Täter je gefasst wurde. Der aktuelle Anschlag in Berlin-Südwesten ist die traurige Höchstleistung dieser Versagenskette: Zehntausende Haushalte tagelang ohne Strom bei Minusgraden, Schulen und Kitas geschlossen, Pflegebedürftige in Gefahr, Unternehmen mit Millionenschäden. Ein Blackout, wie ihn Berlin seit 1945 nicht erlebt hat.

Statt dieses Versagen anzuprangern und endlich Konsequenzen zu fordern – mehr Überwachung, härtere Strafen, konsequente Verfolgung –, wirft Ramelow Nebelkerzen und zeigt mit dem Finger nach Moskau. Damit schont er nicht nur die Täter aus dem linken Lager, sondern auch all jene Politiker und Behördenleiter, die jahrelang weggeschaut haben.

Ein Bundestagsvizepräsident, der zweithöchste Repräsentant des Staates, sollte über Parteigrenzen hinweg neutral, faktenbasiert und verantwortungsvoll handeln. Ramelow tut das Gegenteil: Er verharmlost linksextremen Terror, verbreitet unbelegte Verschwörungstheorien und lenkt von echtem Staatsversagen ab. Das ist nicht nur peinlich – es ist gefährlich. Denn solche Signale ermutigen Nachahmer und schwächen den Schutz vor weiterem Extremismus.

Wenn jemand mit dieser Haltung im zweithöchsten Staatsamt sitzt, fragt man sich wirklich: Wann geht eigentlich der nächste Flieger nach Kuba? Dort würde Ramelows Weltbild vielleicht noch passen – hier in der Realität der Bundesrepublik Deutschland tut es das längst nicht mehr.

Die frierenden Berliner und die Sicherheit des Landes haben etwas Besseres verdient als einen Vizepräsidenten, der mit marxistischen Reflexen und Russland-Fantasien operiert. Ramelow sollte zurücktreten – oder zumindest endlich die Augen öffnen.

Meinrad Müllers Blog: www.info333.de/p

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