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Deutschland zerstört Atomkraftwerke – weltweit sind aber 70 im Bau

Was stimmt hier nicht? Sind wir mental zurückgeblieben, während nur andere Länder rechnen können? Dort macht man dicke Kohle und Deutschland bettelt um Strom.

Von Meinrad Müller

2025 wurden in Gundremmingen die Kühltürme gesprengt. Gleichzeitig entstehen aber weltweit rund 70 neue Atomreaktoren. China, die USA, Großbritannien, Indien und Frankreich bauen aus oder verlängern Laufzeiten. Atomkraft gilt dort als das, was sie ist: Energiesicherheit.

Der Markt zeigt der Politik den Stinkefinger

Lassen wir die Politik einfach links liegen. Die Klausurtagungen der Parteien sind sprichwörtlich für die Katz. Auch die deutschen Kleinanleger, die ihre Altersvorsorge in braven Sparkassenfonds haben, verdienen jetzt mit. Denn Uran-Aktien steigen stärker als die Strompreise. Der Uran ist knapp, denn neue Minen brauchen Jahre und die Nachfrage steigt.

Atomstrom aus Frankreich riecht an der Steckdose nicht nach Uran

Das ist die Kinderlogik der Altparteien. Frankreich deckt rund 65 Prozent seines Strombedarfs mit Atomkraft und exportiert teuren Atomstrom nach Deutschland. Wir werden am Nasenring geführt wie ein Ochse und der Vergleich passt auch irgendwie. Die USA erzeugen rund 20 Prozent ihres Stroms mit Kernenergie. Wer Youtube, Amazon, Microsoft, Facebook etc. nutzt, der nutzt auch US-Atomstrom. Großbritannien liegt bei etwa 15 Prozent und plant weitere Anlagen. Deutschland ist das einzige große Industrieland, das komplett ausgestiegen ist.

Die spinnen, die Deutschen.

Während hier gesprengt wird, sichern andere Länder ihre Stromversorgung. Ohne Moralreden und ohne Klatschorgien auf Parteitagen. Einfach, weil Industrie und Bürger verlässlichen Strom brauchen, Tag und Nacht. Mit Wackelstrom aus Strom und Wind möchte man keine mit Steaks gefüllte Kühltruhe sichern.

Ukrainekrieg hin oder her, Russland führt

Russland ist bei der Urananreicherung der unangefochtene Weltmarktführer und kontrolliert rund 40 bis 46 Prozent der globalen Kapazitäten über Rosatom und TVEL. Westliche Kernkraftwerke hängen weiter am russischen Tropf. In den USA kamen 2023/2024 bis zu 25–27 Prozent des angereicherten Urans aus Russland, in der EU rund 15 Prozent. Öffentlich wird sanktioniert, hinter den Kulissen weiter beliefert, denn ohne russische Anreicherung bleibt auch im Westen das Licht aus.

Davon profitieren Uranproduzenten, die höhere Preise durchsetzen und langfristige Lieferverträge abschließen. Auch Betreiber von Atomkraftwerken gewinnen an Bedeutung. Sie liefern konstant Strom und erzielen planbare Einnahmen. In den USA gelten sie zunehmend als stabile Infrastrukturwerte.

Für Anleger, die nicht auf einzelne Titel setzen wollen, bieten sich Uran- und Atom-ETFs an. Sie bündeln Produzenten, Betreiber und Zulieferer und profitieren vom weltweiten Trend – unabhängig von deutscher Energiepolitik.

Deutschland zerstört. Die Welt baut. Der Markt investiert.

Für Anleger ist das eine klare Botschaft: Atomkraft ist Energiesicherheit.
Und Energiesicherheit ist ein Wachstumsmarkt auch für den eigenen Geldbeutel.

Meinrad Müllers Blog: www.info333.de/p

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