Wir erinnern uns an 2020. Ab 22 Uhr durfte niemand mehr vor die Tür, die Straßen waren gespenstisch leer. Und weil es so schön war, steht der nächste Lockdown wieder vor der Tür.
Von Meinrad Müller
Kneipen und Restaurants blieben geschlossen. Wer draußen war, musste sich rechtfertigen. Nachbarn spähten hinter Vorhängen und meldeten per Telefon. Das Misstrauen wuchs, das Leben wurde heruntergefahren.
Der neue Lockdown 2026 kommt aus der Zapfsäule
Ein Blick auf die Benzinpreise reicht, und man überlegt sich jede Fahrt. Der Ausflug in die nächste Stadt, der Besuch bei Freunden oder der Einkauf in der Stadt werden gestrichen. Man bleibt öfter zu Hause, weil man sich jede Strecke genau überlegt. Wir sperren uns selbst ein.
Auf dem Land wird es eng
Kein Bus, keine Bahn, der Alltag hängt am eigenen Auto. Wer nicht fahren kann, kommt nicht zur Arbeit, nicht zum Arzt, nicht zum Einkauf. Viele planen jede Strecke. Der Bewegungsraum wird kleiner und das merkt man jeden Tag.
Benzin ist flüssige Freiheit
Tanker, die Kraftstoff von den USA nach Europa bringen sollten, drehen mitten auf dem Atlantik ab und fahren nach Südafrika. Die Ladung wird unterwegs verkauft, weil ein anderer Käufer mehr bezahlt. Das ist Wildwest mit dem Colt.
Deutschland hat sich aus der Kernenergie verabschiedet und ist stärker auf Öl und Gas angewiesen. Und die, die uns das eingebrockt haben, sitzen immer noch dort Oben.
Lockdown mit Kettenreaktionen
Wieder kein Besuch bei Eltern und Großeltern, wie bei Corona. Restaurants, Möbelhäuser, Baumärkte und Innenstädte verlieren Kunden. Der Wochenendausflug verschwindet. Der Kunde bleibt weg, er bleibt zu Hause, weil jeder Kilometer Geld kostet. Genau so entsteht ein stiller Lockdown.
Es erinnert an die Zeit nach dem Mauerfall. Die DDR-Bürger durften plötzlich reisen. Die Grenzen waren offen, aber das Geld zum Reisen fehlte. Jetzt sitzt man auch wieder fest, genau wie damals.
Meinrad Müllers Blog: www.info333.de/p




