Überraschung nach Mitternacht: Zwei Wochen Waffenstillstand am Golf. Ölpreise im freien Fall, Aktienmärkte explodieren nachbörslich. Ob Iran die Straße von Hormus wieder öffnet, ist derweil unsicher, genaoso wie es nach 2 Wochen weitergeht.
Die dramatische Kehrtwende
Nach tagelanger Eskalation mit Drohungen wie „eine ganze Zivilisation wird heute Nacht sterben“ und Plänen zur Zerstörung der iranischen Energie- und Verkehrsinfrastruktur lenkte Trump ein. Weniger als zwei Stunden vor seinem eigenen Deadline verkündete er auf Truth Social die Aussetzung aller Angriffe auf iranische Ziele für zwei Wochen – unter der Bedingung, dass die Straße von Hormus sofort und vollständig geöffnet wird.
Aktuelle Entwicklungen
- Iran hat den zweiwöchigen Waffenstillstand akzeptiert und Verhandlungen in Islamabad (Pakistan) ab Freitag angekündigt.
- Die iranische Armee bestätigte, dass Schiffe in den nächsten zwei Wochen unter Koordination mit den iranischen Streitkräften passieren können.
- Trump sprach von einem „workable“ 10-Punkte-Friedensplan Irans, der fast alle strittigen Punkte bereits abdecke.
- Die Golfstaaten (insbesondere Saudi-Arabien und UAE) hatten hinter den Kulissen massiv auf Deeskalation gedrängt – aus Angst vor iranischen Gegenschlägen auf ihre eigene Infrastruktur.
Marktreaktion: Öl im freien Fall – Aktien explodieren
Die Ankündigung des Waffenstillstands löste an den Finanzmärkten ein regelrechtes Feuerwerk aus:
- Ölpreise: Brent- und WTI-Rohöl stürzten nachbörslich um bis zu 10–15 % ab. Der jahrelange Auftrieb durch die Blockade der Straße von Hormus (durch die ca. 20 % des Weltöls fließen) bricht zusammen.
- Aktienmärkte: US-Futures und europäische Indizes schossen nachbörslich deutlich nach oben. Besonders Energie-Importeure und zyklische Werte profitierten.
- Analysten sprechen von einer „massiven Erleichterungsrally“ – die Angst vor einem regionalen Flächenbrand und langfristig hohen Energiepreisen weicht vorerst der Hoffnung auf Normalisierung.
Frage bleibt: Wie lange hält dieser Rückgang? Sollte der Waffenstillstand scheitern oder Iran die Passage nur teilweise freigeben, könnten die Preise ebenso schnell wieder explodieren.
Die Rolle der Golfstaaten: Erleichterung und anhaltende Sorge
Die Monarchien am Persischen Golf atmen auf. Sie hatten Trump gewarnt, dass eine weitere Eskalation ihre Entsalzungsanlagen, Ölterminals und Städte extrem verwundbar machen würde. Gleichzeitig fürchten sie, dass ein zu schwaches Iran langfristig wieder erstarkt und seine Proxy-Milizen reaktiviert.
Der zweiwöchige Stillstand gibt allen Seiten Luft zum Atmen – doch die grundlegenden Konflikte (Atomprogramm, Regionalmachtanspruch, Sanktionen) bleiben ungelöst.
Ist es Ernst oder nur Bluff?
Trump hat seine Ultimaten bereits mehrfach verlängert oder zurückgenommen. Auch diesmal bleibt unklar, ob der Waffenstillstand in einen echten Frieden mündet oder nur eine Atempause darstellt. Iran betont ausdrücklich, dass es sich nicht um das Ende des Krieges handelt.
Experten warnen: Sollten die Verhandlungen in Islamabad scheitern, droht die Eskalation ab dem 22. April umso heftiger zurückzukehren.




