Kein Tag ohne neue Gerüchte im Golfkrieg. Waffenstillstand oder nicht? Wird noch geschossen? Wie geht es weiter an der Straße von Hormus? Halten sich die Kriegsparteien an Vereinbarungen? Oder ist es nur eine Pause bis zur nächsten Eskalation?
Der aktuelle Stand
Der Waffenstillstand hält bisher. Iran hat zugesagt, die Straße von Hormus für den internationalen Schiffsverkehr freizugeben. Die USA und Israel haben ihre Luftangriffe auf iranische Ziele gestoppt. Dennoch melden beide Seiten bereits erste kleinere Verletzungen des Abkommens.
Wichtige Fakten
- Zweiwöchiger Waffenstillstand bis voraussichtlich 22. April 2026
- Verhandlungen in Islamabad starten am 11./12. April
- Iran legt einen 10-Punkte-Plan vor (Atomprogramm, Sanktionen, regionale Rolle)
- Ölpreise fielen zunächst um bis zu 15 %, haben sich aber wieder etwas erholt
- Trump hält US-Truppen im Golf weiter in Alarmbereitschaft
Was ist davon zu halten?
Der Waffenstillstand ist kein Friedensvertrag, sondern eine taktische Atempause. Beide Seiten haben gute Gründe, ihn vorerst einzuhalten: Die USA wollten eine weitere Eskalation mit hohen Kosten und politischen Risiken vermeiden. Iran braucht Zeit, um sich zu erholen und seine Position zu stärken.
Wer ist der Sieger?
Niemand.
Die USA und Israel haben militärisch viel erreicht (Schwächung der iranischen Infrastruktur und der Hisbollah), aber kein Regime-Change und kein vollständiges Ende des Atomprogramms. Iran hat trotz massiver Angriffe nicht kapituliert und bleibt eine Regionalmacht. Die großen Gewinner sind bisher nur die Rüstungsindustrie und Spekulanten.
Geht es weiter? Wird es noch schlimmer?
Die Wahrscheinlichkeit ist hoch. Die Verhandlungen in Islamabad drehen sich um die Kernkonflikte: Atomprogramm, Sanktionen und Irans Rolle in der Region. Sollten sie scheitern – und das ist sehr wahrscheinlich –, droht ab dem 22. April eine neue, noch heftigere Eskalationsrunde.
Ist dieser Waffenstillstand das Schlimmste, was passieren kann?
Tickende Zeitbombe
Der Waffenstillstand ist ein klassisches Trump-Manöver: maximale Drohung, plötzlicher Rückzug, Verhandlungen unter Zeitdruck. Er zeigt, wie fragil die Lage am Persischen Golf bleibt. Kurzfristig bringt er Erleichterung für die Weltwirtschaft. Mittelfristig besteht ein hohes Risiko, dass der Konflikt nur vertagt wurde.
Die nächsten zwei Wochen werden entscheiden, ob aus dieser Atempause ein echter Frieden wird – oder ob wir nur die Vorbereitung auf die nächste, noch gefährlichere Runde erleben.



