Die Europäische Kommission informierte ihre Mitarbeiter über die Abschaltung des Kühlsystems in den unteren Stockwerken. Ein paar Hitzetipps gab es für die Beschäftigten gleich dazu. Die Chef-Etagen dagegen kühl.
Die extreme Hitzewelle hat nun auch das Herz der Europäischen Union erreicht – und sorgt dort für heftigen Unmut.
Im Hauptquartier der EU-Kommission in Brüssel mussten tausende Beschäftigte ausgerechnet während der aktuellen Hitzetage ohne funktionierende Klimaanlage auskommen. Betroffen waren die unteren Etagen des Berlaymont-Gebäudes in Brüssel, in denen zahlreiche Mitarbeiter ihren Arbeitsalltag verbringen.
Besonders brisant: In den oberen Stockwerken, wo sich die Büros von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sowie weiterer Kommissare befinden, soll die Kühlung weiterhin funktioniert haben.
Nach einem Bericht in der Bild erhielten die Beschäftigten eine kurzfristige Mitteilung, dass die Klimaanlagen in mehreren Etagen aufgrund der extremen Wetterbedingungen abgeschaltet werden müssten. Rund 3000 Mitarbeiter waren davon betroffen.
Die unterschiedliche Behandlung sorgte intern offenbar für erheblichen Ärger. Einige Mitarbeiter äußerten deutliche Kritik und bezeichneten die Situation als ungerecht. In sozialen Netzwerken wird bereits über ein Zwei-Klassen-System innerhalb der EU-Verwaltung diskutiert.



