EZB: Wurden die Nebenwirkungen des Programms wirklich bedacht?


Kommentar von Dr. Bernd Heim

Lieber Investor,

Mit der Absenkung der Zinsen und der Schwächung des Euros wurde eine gigantische Umverteilung in Gang gesetzt. Sie hat wie jede Maßnahme nicht nur Vorteile, wobei die Nachteile inzwischen immer deutlicher zutage treten. Einige dieser Nachteile werden von der EZB gewiss nicht gewünscht. Von daher stellt sich die Frage, ob man die kurz- und langfristigen Wirkungen des eigenen Tuns wirklich verstanden und zuvor ausreichend bedacht hat.

Im Moment besteuert man die nordeuropäischen Sparer, um die südeuropäischen Staatshaushalte zu subventionieren. Ungeachtet des vielen Geldes, das in Bewegung gesetzt wird, bleibt das Wachstum, gerade in den Südstaaten, dennoch hinter den Erwartungen zurück. Es ist zum Sterben zu viel und zum Leben zu wenig. Will heißen mit ihm allein wird es den kriselnden Staaten am Südrand der Eurozone nicht gelingen, die Krise zu meistern. Ihnen droht vielmehr eine Dauerstagnation mit der Konsequenz, dass sie aus der fiskalischen Falle nicht herauskommen werden.

Die schädlichen Nebenwirkungen sind nicht zu unterschätzen

Die flache Zinskurve führt im engen Zusammenwirken mit der Verseuchung der Kreditportfolios zu einer massiven Untergrabung der Profitabilität der Banken. Setzt sich diese Entwicklung ungehindert fort, wird sie am Ende zwangsläufig zu einer Deflation führen müssen.

Gewünscht ist allerdings eine Inflation. Diese kann jedoch nur entstehen, wenn die Geldmenge wächst. Das tut sie allerdings nur auf oberster Ebene. In der bereiten Masse kommt diese Entwicklung nicht an, weil die Banken eine viel zu geringe Risikotragfähigkeit haben. Sie können nicht Kredite in der Menge vergeben, die sich die EZB wünscht.

Der Versuch, die Staaten zu retten, hat das europäische Bankensystem ausgehöhlt. Die Lücken sind mittlerweile so groß, dass das gesamte Eigenkapital der Banken nicht ausreicht, um sie zu schließen. Es droht eine deflationäre Spirale, in der das kreditgetriebene Wachstumsgebilde kraftlos in sich zusammenfällt.

Gehen die Banken an dieser Welle unter, was durchaus möglich ist, ist das Endspiel angebrochen. Achten Sie deshalb in den nächsten Monaten auf die Entwicklung der Banken. Diversifizieren Sie Ihre Ersparnisse und seien Sie bereit, Ihr Konto zu räumen, wenn italienische Verhältnisse für die gesamte Eurozone drohen. Handeln Sie rechtzeitig, bevor andere handeln und Ihnen den Zugang zu Ihrem Geld sperren.

Ein Beitrag von Dr. Bernd Heim.

Wandere aus, solange es noch geht!

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