Irland: Schuldenschnitt in Griechenland tödlich

Irischer Finanzminister nennt Beteiligung der Banken an Schuldenschnitt in Griechenland "tödlich". Durch die Entscheidung sei die Euro-Schuldenkrise noch einmal verschärft worden. "Wenn Sie Geld verleihen, lautet die erste Frage: Kriege ich es zurück?"

 

Der irische Finanzminister Michael Noonan hat die praktisch erzwungene Beteiligung privater Banken, Versicherungen und Investmentfonds am geplanten Schuldenschnitt in Griechenland als kapitalen Fehler bezeichnet. Noonan sagte der "Süddeutschen Zeitung" (Samstagausgabe), durch die Entscheidung sei die Euro-Schuldenkrise noch einmal verschärft worden. "Wenn Sie Geld verleihen, lautet die erste Frage: Kriege ich es zurück?", erklärte der Minister. "Vor diesem Hintergrund war es tödlich, eine Debatte über Schuldenschnitte zu Lasten der privaten Gläubiger anzufangen. Das hat die Märkte verrückt gemacht."

Erst wenn klar sei, dass sich die Euro-Staaten ernsthaft um eine Lösung ihrer Schuldenprobleme bemühten, würden sich die Märkte wieder beruhigen. Spekulationen, auch in Irland könne ein Schuldenschnitt notwendig werden, wies Noonan zurück. "Wir werden unsere Schulden bedienen", betonte er.

Er räumte zugleich ein, dass die wirtschaftlichen Probleme in den  europäischen Krisenländern wie Griechenland, Portugal und Irland nicht durch die von Deutschland verlangten harten Sparauflagen, sondern durch Fehler in den betroffenen Staaten selbst entstanden seien. "Keine Frage: Externe Ereignisse haben eine Rolle gespielt, ebenso die Verfügbarkeit von viel billigem Geld auf dem Interbankenmarkt. Trotzdem stimmt es, dass ein Großteil unserer Probleme in Irland selbst verursacht wurde", sagte er.

Der Kritik des italienischen Ministerpräsidenten Mario Monti, die Reformbemühungen der Krisenländer würden gerade auch von den Deutschen nicht ausreichend gewürdigt, schloss sich Noonan ausdrücklich nicht an. "Mein Eindruck ist, dass die Anstrengungen Italiens und der anderen Krisenländer gesehen und anerkannt werden", sagte er. Auch wäre es unfair, den Deutschen die Gesamtlast der Krisenbewältigung aufzubürden. Andererseits müssten die Bundesbürger auch erkennen, dass ihr Land mit am meisten vom Euro profitiert habe.

Kritik an dem niedrigen Unternehmenssteuersatz von 12,5 Prozent in seinem Land wies der Minister zurück. Das Argument, Irland habe zunächst hiesige Firmen nach Dublin gelockt und wolle jetzt Hilfe vom deutschen Steuerzahler, sei nicht stichhaltig. Vielmehr habe die Weltbank die Steuersätze untersucht und sei zu dem Ergebnis gekommen, dass Irland sogar höhere Steuern verlange als Frankreich. "Das liegt daran, dass es bei uns im Gegensatz zu Frankreich keine Ausnahmen und Schlupflöcher gibt", sagte Noonan. "Wir werden unsere Politik nicht ändern."
Wissen macht reich:  Vertrauliche Börsen-News im MM-Club

Neue Videos:

Marlene Dietrich in "Der blaue Engel" - 1. deutscher Tonfilm: YouTube



Börse 24h realtime
Börsen News
Wikifolios

Mein bestes Börsenbuch:

BITCOIN LIVE

Bitcoin + Ethereum sicher kaufen Bitcoin.de
Bitcoin News
Spenden an MMnews
BTC:
1No5Lj1xnqVPzzbaKRk1kDHFn7dRc5E5yu

BCH:
qpusq6m24npccrghf9u9lcnyd0lefvzsr5mh8tkma7 Ethereum:
0x2aa493aAb162f59F03cc74f99cF82d3799eF4CCC

Kleinanzeigen:

Italien Spitzen-Balsamico
Original, der Beste, 25 Jahre
https://balsamico.shop/de/

 

WERBEN auf MMnews

 

Net-Tipps
Medizin News
Aktuelle Presse

Seit rund 30 Jahren bemüht sich die Ukraine um eine internationale Anerkennung des Holodomors als Völkermord - am Mittwoch hat der Bundestag eine entsprechende Resolution beschlossen. Zugestimmt [ ... ]

Lottozahlen vom Mittwoch (30.11.2022)

In der Mittwochs-Ausspielung von "6 aus 49" des Deutschen Lotto- und Totoblocks wurden am Abend die Lottozahlen gezogen. Sie lauten 1, 2, 10, 32, 42, 43, die Superzahl ist die 8. Der Gewinnzahlenblock im [ ... ]

Frankreich zieht als Erster der Gruppe D ins Achtelfinale der Fußball-WM ein, als Zweiter folgt Australien. Tunesien siegte am Mittwoch gegen Weltmeister Frankreich 1:0 und scheidet trotzdem aus, [ ... ]

Am Mittwoch hat der DAX zugelegt. Zum Xetra-Handelsschluss wurde der Index mit 14.397 Punkten berechnet, ein Plus in Höhe von 0,3 Prozent im Vergleich zum Vortagesschluss. Der DAX konnte sich zwar [ ... ]

Skoda will neue Elektromodelle um vier Jahre vorziehen. Der Elektroanteil der tschechischen Volkswagen-Tochter steigt dadurch bis 2030 um zusätzliche 20 Prozentpunkte. "Bis 2026 kommen wir mit drei [ ... ]

Norwegen will weiter viel Gas fördern und auch noch nach neuen Feldern suchen. Das sagte Ministerpräsident Jonas Gahr Store am Mittwoch bei einem Treffen im Bundeskanzleramt in Berlin. Norwegen [ ... ]

Die deutschen Patriot-Systeme, die Verteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) Polen zur Unterstützung angeboten hat, sind bereits bei der NATO verplant. Das berichtet "Business Insider" (Donnerstagsausgabe). [ ... ]

Haftungsausschluss

Diese Internet-Präsenz wurde sorgfältig erarbeitet. Der Herausgeber übernimmt für eventuelle Nachteile oder Schäden, die aus den aufgeführten Informationen, Empfehlungen oder Hinweisen resultieren, keine Haftung. Der Inhalt dieser Homepage ist ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen sind keine Anlageempfehlungen und stellen in keiner Weise einen Ersatz für professionelle Beratung durch Fachleute dar. Bei Investitionsentscheidungen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank, Ihren Vermögensberater oder sonstige zertifizierte Experten.


Für Schäden oder Unannehmlichkeiten, die durch den Gebrauch oder Missbrauch dieser Informationen entstehen, kann der Herausgeber nicht - weder direkt noch indirekt - zur Verantwortung gezogen werden. Der Herausgeber übernimmt keine Gewähr für die Aktualität, Richtigkeit und Vollständigkeit der bereitgestellten Informationen auf seiner Internet-Präsenz.

 

Vorsorglicher Hinweis zu Aussagen über künftige Entwicklungen
Die auf dieser Website zum Ausdruck gebrachten Einschätzungen geben subjektive Meinungen zum Zeitpunkt der Publikation wider und stellen keine anlagebezogene, rechtliche, steuerliche oder betriebswirtschaftliche Empfehlung allgemeiner oder spezifischer Natur dar.

Aufgrund ihrer Art beinhalten Aussagen über künftige Entwicklungen allgemeine und spezifische Risiken und Ungewissheiten; und es besteht die Gefahr, dass Vorhersagen, Prognosen, Projektionen und Ergebnisse, die in zukunftsgerichteten Aussagen beschrieben oder impliziert sind, nicht eintreffen. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass mehrere wichtige Faktoren dazu führen können, dass die Ergebnisse wesentlich von den Plänen, Zielen, Erwartungen, Einschätzungen und Absichten abweichen, die in solchen Aussagen erwähnt sind. Zu diesen Faktoren zählen

(1) Markt- und Zinssatzschwankungen,

(2) die globale Wirtschaftsentwicklung,

(3) die Auswirkungen und Änderungen der fiskalen, monetären, kommerziellen und steuerlichen Politik sowie Währungsschwankungen,

(4) politische und soziale Entwicklungen, einschliesslich Krieg, öffentliche Unruhen, terroristische Aktivitäten,

(5) die Möglichkeit von Devisenkontrollen, Enteignung, Verstaatlichung oder Beschlagnahmung von Vermögenswerten,

(6) die Fähigkeit, genügend Liquidität zu halten, und der Zugang zu den Kapitalmärkten,

(7) operative Faktoren wie Systemfehler, menschliches Versagen,

(8) die Auswirkungen der Änderungen von Gesetzen, Verordnungen oder Rechnungslegungsvorschriften oder -methoden,

Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass die oben stehende Liste der wesentlichen Faktoren nicht abschliessend ist.

Weiterverbreitung von Artikeln nur zitatweise mit Link und deutlicher Quellenangabe gestattet.

 

© 2022 MMnews.de

Please publish modules in offcanvas position.