Commerzbanker wollen 52 Mio. Bonus

Der Prozess um Millionen-Boni für britische Investmentbanker der Commerzbank gerät zur Farce stößt selbst in der Banken-Metropole London auf wenig Verständnis. Die Kläger fordern Boni, obwohl die Bank am Abgrund stand. "Der Bestand der Bank sei akut gefährdet gewesen."

 

Gier kennt bekanntlich keine Grenzen. Der Prozess um Millionen-Boni für britische Investmentbanker der Commerzbank gerät zur Farce stößt selbst in der Banken-Metropole London auf wenig Verständnis. Dort kämpfen 104 frühere Banker von Dresdner Kleinwort um 52 Millionen Euro. Die Einzelforderungen der Commerzbanker reichen von 15000 bis 2 Millionen Euro. Die Bank selbst verweigert die Auszahlung wegen der existenzgefährdenden Krise. Doch das lassen die Investmentbanker nicht gelten.

Hintergrund: Commerzbank-Chef Martin Blessing hatte nach der Übernahme der Dresdner Bank 2009 die Boni zum größten Teil gestrichen. "Politisch ist das ein heikles Thema", sagte der auf Investmentbanker spezialisierte Personalberater Jonathan Evans gegenüber Reuters: "Bonus ist im Moment so ein schmutziges Wort." Die Leute auf der Straße reagierten geradezu allergisch auf den Begriff."

Der Prozess sorgt für Schlagzeilen - nicht zuletzt, weil es so selten ist, dass sich Investmentbanker zusammentun, um gemeinsam für eine Sache zu kämpfen.

Ob die Investmentbanker mit der Klage durchkommen, ist fraglich. Doch auf beiden Seiten kämpfen die besten Anwälte. Die Akten erreichen mittlerweile Kilometerlänge. In dem Commerzbank-Verfahren geht es immerhin um einen mit 400 Millionen Euro gefüllten Bonus-Topf. Stefan Jentzsch, damals Chef von Dresdner Kleinwort, hatte ihn im August 2008 ausgelobt, weil er auf Geheiß der britischen Finanzaufsicht FSA alles tun sollte, um den Betrieb am Laufen zu halten, nachdem die Allianz den Verkauf der Bank angekündigt hatte und ein Exodus der Banker drohte.

Nur zehn Prozent der Boni wurden ausgezahlt. Denn sechs Tage vor dem Jahresende 2008 berief sich die Commerzbank als neuer Eigentümer der Dresdner Bank auf eine Klausel, die die Boni zur Disposition stellte, wenn sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zum schlechteren wendeten. Der Bestand der Bank sei akut gefährdet gewesen. Über sechs Milliarden Euro Verlust schrieb allein Dresdner Kleinwort im Krisenjahr 2008.

Die Commerzbank will die Klage abwehren. Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Situation in der damaligen Finanzkrise sei es notwendig und rechtens gewesen, die Boni auf zehn Prozent zu kürzen. Eine bindende Vereinbarung zur vollständigen Auszahlungen habe es nie gegeben. Am kommenden Montag soll Blessing als Zeuge der Verteidigung auftreten.

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